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Nachrichten

Dienstag, 1. Januar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISLAMABAD: Die pakistanische Wahlkommission hat die für diesen Dienstag angekündigte Entscheidung über den Termin für die Parlamentswahlen erneut um einen Tag verschoben. Auf einer im pakistanischen Fernsehen übertragenen Pressekonferenz sagte ein Sprecher der Kommission, die Entscheidung, ob die Wahl wie geplant am 8. Januar stattfinde oder verschoben werde, werde erst am Mittwoch verkündet. Zunächst war spekuliert worden, dass die Kommission schon an diesem Dienstag einen neuen Wahltermin in der letzten Februarwoche bekanntgeben könnte.

JERUSALEM: Israel muss sich nach Einschätzung von Ministerpräsident Ehud Olmert mit einer Teilung Jerusalems im Rahmen einer künftigen Nahost-Friedensregelung abfinden. In einem Interview mit der 'Jerusalem Post' sagte Olmert, selbst Israels engste Freunde auf der internationalen Bühne strebten ein Land in den Grenzen von 1967 und mit einem geteilten Jerusalem an. Die Palästinenser fordern den arabischen Ostteil Jerusalems als Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates, während Israel die ganze Stadt als 'unteilbare Hauptstadt' beansprucht. Olmert äußerte in dem Gespräch die grundsätzliche Bereitschaft zu einer Teilung des Landes mit den Palästinensern, betonte allerdings, Israel sei im Westjordanland nicht zu einem vollständigen Rückzug auf die Grenzen von 1967 bereit.

NAIROBI: Die schweren Unruhen in Kenia nach dem Wahlsieg von Präsident Mwai Kibaki sind am Neujahrstag abgeflaut. Vereinzelt kam es aber weiter zu Kämpfen zwischen Anhängern der Opposition und Angehörigen von Kibakis Stamm, den Kikuyu. In vier Tagen wurden nach Polizeiangaben mindestens 145 Menschen getötet. Es sind aber auch noch höhere Opferzahlen im Umlauf. Wegen Plünderungen und der Zerstörung von Geschäften sind unterdessen Nahrungsmittel knapp geworden. Während Kibaki in seiner Neujahrsbotschaft ein entschiedenes Vorgehen gegen Unruhestifter ankündigte, will der unterlegene Oppositionsführer Raila Odinga das Wahlergebnis nicht anerkennen. Für Donnerstag kündigte er eine Demonstration mit einer Million Teilnehmern an. Internationale Wahlbeobachter äußerten sich besorgt über die Entwicklung. Das US-Außenministerium sprach von Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung der Stimmen. Die Vereinigten Staaten seien daher nicht bereit, einen Wahlsieger anzuerkennen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon appellierte an alle Seiten, auf Gewalt zu verzichten.

LJUBLJANA: Mit Slowenien übernimmt an diesem 1. Januar erstmals einer der neuen Mitgliedsstaaten die Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union. Die ehemalige jugoslawische Teilrepublik war der EU 2004 beigetreten. Slowenien folgt als Ratspräsident auf Portugal. - Auf den Mittelmeerinseln Malta und Zypern wird mit Beginn des Jahres 2008 der Euro eingeführt. Damit ist die Gemeinschaftswährung in 15 der 27 EU-Staaten offizielles Zahlungsmittel. - Kulturhauptstädte Europas sind 2008 das britische Liverpool und Stavanger in Norwegen.

BOGOTA: Die vom Präsidenten Venezuelas, Hugo Chavez, initiierte Aktion zur Freilassung von drei Geiseln der linksgerichteten Rebellenorganisation FARC in Kolumbien ist vorerst gescheitert. Chavez verlas im Fernsehen seines Landes eine Erklärung der FARC, wonach die Freilassung der Geiseln wegen Aktionen des kolumbianischen Militärs derzeit unmöglich sei. Der Präsident warf seinem kolumbianischen Amtskollegen Alvaro Uribe vor, die Freilassung zu torpedieren. Uribe wies die Vorwürfe zurück. Es gebe keine Kampfhandlungen in dem Guerillagebiet. Uribe äußerte zudem die Vermutung, dass eine der Geiseln nicht mehr in der Gewalt der FARC sei. Die Vertreter mehrerer Staaten, darunter der ehemalige argentinische Präsident Nestor Kirchner, die als so genannte Garanten an der Freilassungsaktion mitwirken sollten, reisten wieder aus Kolumbien ab.

BERLIN: In Deutschland ist zum Jahreswechsel das heftig umstrittene Gesetz zur so genannten Vorratsdatenspeicherung in Kraft getreten. Demnach müssen Telekommunikationsunternehmen künftig sechs Monate lang speichern, wer mit wem per Festnetz- oder Mobiltelefon in Verbindung gestanden hat. Bei Handy-Telefonaten soll auch der jeweilige Standort des Anrufers protokolliert werden. Die Daten können bei strafrechtlichen Ermittlungsverfahren an Polizei und Staatsanwaltschaft weitergegeben werden, falls ein Richter dies genehmigt. Gegner des Gesetzes legten Verfassungsbewerde ein. Die federführende Bürgerinitiative gegen die Vorratsdatenspeicherung wird von rund 30.000 Bundesbürgern unterstützt.

BERLIN: In acht weiteren deutschen Bundesländern gilt von sofort an ein umfassendes Rauchverbot in Gaststätten und Kneipen. Es handelt sich um Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Die Länder Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hessen hatten entsprechende Verbote bereits vor einigen Monaten erlassen. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Ausnahmeregelungen gibt es meist für abgetrennte Räume oder Festzelte. Gastwirte befürchten Umsatzeinbußen und wollen Klage beim Bundesverfassungsgericht einreichen.

BERLIN: Mit Beginn des neuen Jahres ist in Deutschland ein neuer Freiwilligendienst für junge Leute in der Entwicklungshilfe angelaufen. Das Programm namens 'weltwärts' bietet die Möglichkeit, sich nach Schule oder Ausbildung vorübergehend in einem Entwicklungsland zu engagieren. Das Programm richtet sich an junge Leute zwischen 18 und 28 Jahren. Schwerpunkt soll nach Angaben des Entwicklungsministeriums Afrika sein. Im ersten Jahr sollen bis zu 3.000 Helfer zu Projekten ins Ausland entsandt werden. Mittelfristig sind bis zu 10.000 Einsatzplätze pro Jahr geplant. Der Auslandsaufenthalt soll zwischen sechs und 24 Monaten dauern.

BERLIN: Mit Feuerwerken und Open-Air-Partys haben die Menschen weltweit das Jahr 2008 begrüßt. Kiribati im Südpazifik machte um 11.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit den Auftakt. In der australischen Metropole Sydney verabschiedeten hunderttausende Menschen bei sommerlichen 26 Grad das Jahr 2007 mit einem gigantischen Feuerwerk. Auf Deutschlands größter Silvesterparty in Berlin feierten mehr als eine Million Menschen auf der Festmeile am Brandenburger Tor. In London verfolgten hunderttausende Nachtschwärmer ein Mega-Feuerwerk am Themse-Ufer. Beschlossen wurden die Feiern rund um den Globus in Amerika. New York beging den 100. Jahrestag seiner großen Silvesterparty traditionell mit dem Herabschweben der leuchtenden Zeitkugel auf dem Times Square.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt oder trübe. Im Süden und Südwesten etwas Sonnenschein. Im Osten etwas Schnee oder Schneeregen. Höchsttemperaturen null bis fünf Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: null Grad, bedeckt;

Berlin: plus ein Grad, leichter Schneefall;

Dresden

und Frankfurt am Main: minus ein Grad, bedeckt;

Köln/Bonn: null Grad, dunstig und

München: minus drei Grad, trübe.

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