1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Dienstag, 1. Dezember 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NÜRNBERG: Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im November weiter leicht gesunken. Im vergangenen Monat waren 3,215 Millionen Frauen und Männer erwerbslos gemeldet, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Das sind 13.000 weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote sank auf 7,6 Prozent. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf Arbeitslosigkeit und Beschäftigung seien weit weniger dramatisch als zunächst von vielen befürchtet, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise bei der Vorlage der Zahlen. - Im Oktober war die Zahl der Menschen ohne Job bereits unerwartet stark um 118.000 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich im November allerdings ein Anstieg der Arbeitslosenzahl um 227.000.

KARLSRUHE: Das Bundesverfassungsgericht hat die weitreichenden sonntäglichen Ladenöffnungen in Berlin gekippt. Wie aus dem in Karlsruhe verkündeten Urteil hervorgeht, verstößt die Freigabe der Adventssonntage zum Verkauf im Einzelhandel gegen die im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit. Geklagt hatten die evangelische und die katholische Kirche. In der Bundeshauptstadt durften die Geschäfte seit 2006 an bis zu zehn Sonntagen öffnen, darunter an allen vier Adventssonntagen. Bis zum Jahresende dürfen die Berliner Geschäfte an den Sonntagen allerdings noch geöffnet bleiben.

BERLIN: Der Koalitionsausschuss der neuen Bundesregierung aus Union und FDP berät bei seiner ersten Sitzung über strittige Themen wie die Finanzierung der geplanten Steuerentlastungen. Die Pläne der Bundesregierung stoßen weiter auf Widerstand bei Bundesländern und Kommunen. Mehrere CDU-geführte Länder drohten damit, die Steuerpläne im Bundesrat abzulehnen. Sie halten die Einnahmeausfälle für nicht verkraftbar. - Sollten sie gegen das so genannte "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" stimmen, wäre ein zentrales Vorhaben der neuen Regierung gescheitert. Das Gesetz sieht milliardenschwere Entlastungen für Familien, Unternehmen und Erben zum 1. Januar 2010 vor. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, die Koalition wolle sich die Zustimmung der Länder mit finanziellen Zugeständnissen an anderer Stelle erkaufen.

MÜNCHEN: Der Prozess gegen den mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher John Demjanjuk wird mit der Verlesung der Anklageschrift fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 89-jährigen gebürtigen Ukrainer die Beihilfe zur Ermordung von mehr als 27.000 Juden während des Zweiten Weltkriegs vor. Demjanjuk soll nach Auffassung der Anklage im Vernichtungslager Sobibor im besetzten Polen 1943 als Wachmann geholfen haben, die Nazi-Verfolgten in die Gaskammern zu treiben. Der Angeklagte schweigt bisher zu den Vorwürfen. - Wegen der angeschlagenen Gesundheit Demjanjuks wird täglich nur zwei Mal 90 Minuten verhandelt.

LISSABON/BRÜSSEL: Die Europäische Union sieht sich mit dem Inkrafttreten des Reformvertrags von Lissabon an diesem Dienstag vor einer neuen Ära. Der amtierende EU-Ratspräsident und schwedische Regierungschef Fredrik Reinfeldt erklärte, die EU sei ein wichtiger Akteur auf dem Weltmarkt und könne nun auch den Herausforderungen durch die Globalisierung besser begegnen. Von der Unterzeichnung vor zwei Jahren in Lissabon bis zur endgültigen Ratifizierung in allen 27 EU-Mitgliedsländern gab es viel Streit innerhalb der Gemeinschaft und den Staaten selbst.

DEN HAAG: Vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag hat die Anhörung zur Rechtmäßigkeit der im Februar 2008 ausgerufenen Unabhängigkeit des Kosovo begonnen. Das Gericht soll in einem Gutachten klären, ob die Souveränität der ehemaligen südserbischen Provinz völkerrechtlich vertretbar ist oder nicht. Anders als die Urteile des von den Vereinten Nationen geschaffenen Gerichts sind dessen Gutachten jedoch nicht rechtlich bindend. Vertreter Russlands, Chinas und Serbiens, die die Unabhängigkeit des Kosovo ablehnen, werden ihre rechtlichen Argumente in Den Haag vortragen. Deutschland, das zu den mehr als 60 Staaten gehört, die den Schritt anerkannt haben, wird sich am Mittwoch äußern.

WASHINGTON: Präsident Barack Obama hat führende Vertreter seiner Regierung, hochrangige Militärs sowie ausländische Staats- und Regierungschefs über die künftige Afghanistan-Strategie der USA informiert. Mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai besprach Obama das Konzept in einer einstündigen Video-Konferenz. In einer Rede an die Nation an diesem Dienstag will der US-Präsident das Vorhaben der Öffentlichkeit vorstellen. Medienberichten zufolge plant die US-Regierung, die derzeit in Afghanistan stationierten 68.000 amerikanischen Soldaten um mehr als 30.000 weitere zu verstärken. Die NATO und die anderen Alliierten würden gebeten, weitere 5.000 Mann an den Hindukusch zu entsenden. Neben dem militärischen Aspekt soll die neue Strategie auch umfangreiche zivile Hilfen für die Entwicklung Afghanistans umfassen.

NEW YORK: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat das Mandat zur Bekämpfung der Piraterie vor der Küste Somalias um ein Jahr verlängert. Das höchste UN-Gremium gab einstimmig grünes Licht für eine entsprechende Resolution, nach der Marineschiffe auch künftig Seeräuber in somalischen Hoheitsgewässern verfolgen dürfen. Die 15 Ratsmitglieder zeigten sich zudem besorgt über die Zunahme der Piraterie am Horn von Afrika. Sie mahnten weitere Abkommen mit Ländern an, in denen mutmaßliche Piraten vor Gericht gestellt werden könnten.

TOKIO: Um die japanische Wirtschaft weiter auf Erholungskurs zu halten, pumpt die Zentralbank umgerechnet 77 Milliarden Euro in den Markt. Mit dieser Finanzspritze wolle die Bank die Märkte beruhigen und die Regierung bei der Bekämpfung des Preisverfalls unterstützen, teilte ein Sprecher in Tokio mit. Der Leitzins wurde unverändert bei 0,1 Prozent belassen.

PARIS: Der Argentinier Lionel Messi ist zu Europas "Fußballer des Jahres 2009" gewählt worden. Der Stürmer des FC Barcelona setzte sich in der Entscheidung von Sportjournalisten aus aller Welt deutlich gegen Cristiano Ronaldo durch, dem Sieger von 2008. Der im Sommer von Manchester United zu Real Madrid gewechselte Portugiese hatte die Wahl im vergangenen Jahr vor Messi für sich entschieden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist dicht bewölkt und vor allem in der Osthälfte teils länger anhaltender Regen, in höheren Lagen Schnee. Im Nordwesten Auflockerungen und meist trocken. Höchstwerte zwei bis acht Grad.


Zuletzt meldeten:

Hamburg: 2 Grad, stark bewölkt;

Berlin: 6 Grad, Regen;

Dresden: 4 Grad, leichter Regen;

Köln/Bonn: 4 Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: 7 Grad Regen und

München: 3 Grad, leichter Regen.

Audio und Video zum Thema