1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Dienstag, 1. August 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

JERUSALEM: Die israelische Regierung schätzt, dass die Streitkräfte noch zehn bis 14 Tage brauchen, um die Hisbollah-Miliz im Südlibanon von der Grenze abzudrängen. Infrastrukturminister Benjamin Ben-Elieser sagte, dann sei der Weg für die Stationierung einer internationalen Truppe im Grenzgebiet frei. Zuvor hatte das Sicherheitskabinett beschlossen, die Bodenoffensive im Libanon auszuweiten. Nach libanesischen Angaben beschoss die israelische Luftwaffe die Dörfer Bajjada und Mansure im Süden des Landes. Wie das israelische Militär berichtet, bombardierten Kampfjets ein Waffenlager und Straßen in der Bekaa-Ebene, um Waffenlieferungen aus Syrien die Hisbollah zu verhindern. Diese erklärte, sie habe israelische Truppenvorstöße bei Aita el Schaab zurückgeschlagen.

NEW YORK: Der UN-Sicherheitsrat hat das Mandat für die seit 1978 bestehende Friedenstruppe im Libanon - Unifil - um einen Monat verlängert. In diesem Zeitraum könne an dem Mandat für einen neuen UN-Einsatz in dem Land gearbeitet werden, hieß es in New York. Für Montag geplante Beratungen über eine Nachfolgetruppe waren zuvor abgesagt worden. - In der vergangenen Woche waren vier Unifil-Soldaten durch eine israelische Bombe getötet worden.

BERLIN: Syrien muss nach den Worten von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier konstruktiv an einer Lösung des Konflikts zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah beteiligt werden. In einem Interview der 'Süddeutschen Zeitung' sagte der SPD-Politiker, wenn Syrien sich am Friedensprozess beteilige, könne das arabische Land eng an die EU angebunden werden. In Abstimmung mit den übrigen Vermittlern sei die Bundesregierung in einen intensiven Kontakt mit Syrien getreten, teilte Steinmeier mit. Das Land unterstützt die Hisbollah.

NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli anders als in diesem Sommermonat üblich leicht gesunken. Wie die Bundesagentur in Nürnberg mitteilte, waren im vergangenen Monat 4,386 Millionen Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Dies waren 12.000 weniger als im Juni und 450.000 weniger als im Juli 2005. Die Arbeitslosenquote blieb bei 10,5 Prozent. - Normalerweise nimmt die Arbeitslosigkeit im Juli jahreszeitlich bedingt zu.

BAGDAD: Der Irak wird wieder von einer Serie von Bombenschlägen erschüttert. Nach offiziellen Angaben tötete eine Bombe bei der nordirakischen Stadt Beidschi mindestens 20 irakische Soldaten, die in einem Bus unterwegs waren. Im schiitischen Karrada-Viertel der Hauptstadt riss eine Autobombenexplosion vor einer Bank nach Angaben der Polizei 14 Menschen in den Tod. In Mukdadija nördlich von Bagdad explodierte ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug und tötete mindestens sieben Menschen.

KABUL: Im Süden Afghanistans sind mindestens zwei NATO-Soldaten bei einem Angriff mutmaßlicher Rebellen getötet worden. Ein weiterer Soldat habe Verletzungen erlitten, ein vierter werde vermisst, teilte die von der NATO geführte Afghanistan-Schutztruppe ISAF mit. Die Soldaten seien in der Provinz Helmand mit Granaten beschossen worden. Zu ihrer Nationalität machte die ISAF keine Angaben. In Helmand sind vor allem britische Soldaten stationiert. - Die ISAF hatte erst am Montag von den US-geführten Truppen das Kommando über den Süden Afghanistans übernommen, in dem Taliban- und El-Kaida-Kämpfer aktiv sind.

HAVANNA: Kubas Staats- und Parteichef Fidel Castro hat wegen einer akuten Erkrankung seine Ämter vorübergehend an seinen Bruder Raul übergeben. In einer im Fernsehen verlesenen Erklärung teilte der fast 80-Jährige mit, er habe sich wegen Magen-Darm-Blutungen einer komplizierten Operation unterziehen müssen. Der Eingriff verlange, dass er sich mehrere Wochen ausruhe. - Der 75-Jährige Raul ist Verteidigungsminister und gilt als designierter Nachfolger seines Bruders. - Fidel Castro steht seit der Revolution 1959 an der Spitze des kommunistischen Insel-Staates.

MEXIKO-STADT: Zehntausende Anhänger des linksgerichteten mexikanischen Präsidentschaftskandidaten Andres Manuel Lopez Obrador haben das Finanzzentrum der Hauptstadt blockiert. Sie errichteten eine Zeltstadt. Mit dem Protest wollen sie eine komplette Neuauszählung der Wahl vom 2. Juli erreichen. Nach dem amtlichen Ergebnis unterlag der frühere Bürgermeister von Mexiko-Stadt nur knapp dem konservativen Kandidaten Felipe Calderon.

TEHERAN: Der Iran hat die Forderung des Weltsicherheitsrates zurückgewiesen, die Anreicherung von Uran bis Ende August einzustellen. Die UN-Resolution habe keinerlei rechtliche Grundlage und sei deshalb inakzeptabel, sagte ein Sprecher des Auwärtigen Ausschusses in Teheran. - In der vom Sicherheitsrat mit 14 gegen eine Stimme verabschiedeten Resolution wird dem Iran eine Frist bis zum 31. August gesetzt, die umstrittenen Teile seines Atomprogramms zu beenden. - Anderenfalls habe der Sicherheitsrat die Absicht, militärische und diplomatische Sanktionen zu verhängen, heißt es in der Entschließung weiter.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Kofi Annan hat die weitgehend friedlich verlaufenen Präsidenten- und Parlamentswahlen in der Demokratischen Republik Kongo als 'Meilenstein' in der Geschichte des Landes bezeichnet. Annan bekräftigte, die Vereinten Nationen würden die kongolesische Bevölkerung weiter bei ihren Bemühungen um Frieden und Demokratie unterstützen. Der Weltsicherheitsrat verlängerte einstimmig das Waffenembargo für den Kongo um ein Jahr. Es zielt vor allem auf Kampfverbände im Osten des Landes.

BERLIN: Nach jahrelangem Streit tritt an diesem 1. August in Deutschland die mehrfach geänderte Rechtschreibreform in Kraft. Damit gelten vom neuen Schuljahr an im ganzen Bundesgebiet wieder einheitliche Rechtschreibregeln. Nach den neuen Vorschriften werden wieder mehr Worte zusammengeschrieben. Feststehende Begriffe wie Große Koalition werden wieder einheitlich groß geschrieben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils kräftige Gewittergüsse, am Nachmittag auch Unwetter möglich. Temperaturen zwischen 17 und 25 Grad Celsius, im Osten bis 28 Grad.

Audio und Video zum Thema