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Nachrichten

Dienstag, 1. April 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KIEW: Die Ukraine rechnet nach den Worten ihres Präsidenten Viktor Juschtschenko fest mit ihrem Beitritt zur Nato. Er sei sicher, das vom Nato-Gipfel in Bukarest ein positives Signal ausgehe, sagte Juschtschenko nach einem Treffen mit seinem amerikanischen Kollegen George W. Bush in Kiew. Bush bekräftigte die Unterstützung der USA für die Nato-Mitgliedschaft der Ukraine und wies die Kritik Russlands an der Ausweitung der Allianz zurück. Die Führung in Moskau habe kein Veto-Recht beim Beitritt ehemaliger Teilrepubliken der früheren UdSSR zur Nato. Die russische Regierung hatte zuvor erklärt, ein Beitritt der Ukraine werde zu einer schweren Krise zwischen beiden Ländern führen. Die Nato-Mitgliedschaft ist nicht nur in Russland und im Lande selbst, sondern auch in der Allianz umstritten.

NÜRNBERG: Der Aufwärtstrend am deutschen Arbeitsmarkt hält an. Die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit meldet für März einen Rückgang der Arbeitslosenzahl um 110.000 auf rund 3,5 Millionen. Die Arbeitslosenquote fiel von 8,6 auf 8,4 Prozent. Der Chef der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise, gab als Hauptgrund für die Entwicklung die weiter anhaltend hohe Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften an. Diese werde durch die gute Konjunktur getragen. Nach ebenfalls an diesem Dienstag veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden waren im Februar 39,63 Millionen Menschen erwerbstätig, 534.000 mehr als im Februar 2007.

FRANKFURT AM MAIN: Die Deutsche Bank sieht sich durch die US-Finanzmarktkrise stärker belastet als erwartet. Das größte deutsche Bankhaus teilte mit, in den ersten drei Monaten dieses Jahres rechne man mit rund 2,5 Milliarden Euro Verlust. Die Bedingungen hätten sich in den vergangenen Wochen weiter erheblich verschlechtert. Das Bankinstitut hatte bereits in seinem vergangene Woche veröffentlichten Geschäftsbericht auf ein schwieriges Marktumfeld zu Jahresbeginn verwiesen. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann erläutert die Risikobereiche und die finanziellen Auswirkungen auf einer Investorenkonferenz an diesem Dienstag in London.

ZÜRICH: Die Schweizer Großbank UBS ist schwerer von der internationalen Finanzkrise betroffen als bisher angenommen. Die Krise auf dem US-Immobilienmarkt habe im ersten Quartal des laufenden Jahres zu Verlusten und Abschreibungen in Höhe von 12,1 Milliarden Euro geführt, teilte das Bankhaus in Zürich und Basel mit. Dies ergebe einen voraussichtlichen Nettoverlust von 7,6 Milliarden Euro. Um die Liquidität der Bank zu gewährleisten werde eine erneute Kapitalerhöhung von 15 Milliarden Euro vorgenommen. Die größte Schweizer Bank hatte im vergangenen Jahr wegen der Fehlspekulationen im US-Hypothekenmarkt erstmals rote Zahlen geschrieben und hatte daraufhin eine erste Kapitalerhöhung beschlossen..

HARARE: Auch drei Tage nach den Präsidentschafts-, Parlaments- und Kommunalwahlen in Simbabwe liegt noch immer kein Endergebnis vor. Nach Angaben der nationalen Wahlkommission sind bisher rund die Hälfte der Parlamentssitze vergeben. Ein klarer Trend für den Wahlsieg zeichnet sich danach noch nicht ab. Auch bei der Präsidentenwahl liegt noch kein Ergebnis vor. Angesichts der Verzögerung bei der Stimmauszählung werden zunehmend Manipulationsvorwürfe laut. Die 'Bewegung für Demokratischen Wandel' von Oppositionsführer Morgan Tsvangirai befürchtet, der autokratisch regierende Staatschef Robert Mugabe wolle mit Hilfe von Wahlfälschung an der Macht bleiben. Die Bundesregierung, die EU-Kommission sowie die slowenische EU-Ratspräsidentschaft riefen die Behörden in Simbabwe zu einer raschen und transparenten Auszählung auf. Die Verzögerungen seien nicht nachvollziehbar, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin.

BUENOS AIRES: In Argentinien geht der Streit zwischen Regierung und Bauern um höhere Exportsteuern für Agrarprodukte weiter. Am Montag hatten die Landwirte ein Kompromissangebot von Präsidentin Cristina Kirchner als unzureichend zurückgewiesen, kleine und mittlere Produzenten zu entlasten. Sie kündigten an, ihre Streiks zunächst bis Mittwoch fortzuführen. Seit fast drei Wochen hindern die Bauern mit Straßenblockaden alle Lastwagen mit Lebensmitteln an der Weiterfahrt in die großen Städte. Die Aktionen haben vielerorts zu Versorgungsengpässen geführt und beeinträchtigen inzwischen auch den Handel mit der EU und China. Die Regierung will die Steuermehreinnahmen zur Armutsbekämpfung einsetzen.

BERLIN: Als achte Branche wollen auch die Abfallentsorger einen tariflichen Mindestlohn einführen. Ein Sprecher des Sozialministeriums bestätigte einen entsprechenden Pressebericht. Die Meldefrist für das so genannte Entsendegesetz war am Montag um Mitternacht abgelaufen. Bis dahin hatten sich sieben Branchen gemeldet. Die Anträge kamen von der Zeitarbeits- sowie Weiterbildungsbranche, dem Sicherheitsgewerbe, Großwäschereien, Forstdienstleistern, Pflegediensten und dem Bergbau-Spezialarbeitsgewerbe. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sieht bei der Hälfte der Antragsteller keine Chance auf Aufnahme, darunter auch bei der Zeitarbeit. Entweder seien weniger als die Hälfte der Beschäftigten tarifvertraglich erfasst oder es gebe unterschiedliche, miteinander konkurrierende Tarifverträge.

BONN: In zahlreichen deutschen Großstädten bleiben die Briefkästen an diesem Dienstag leer. Seit dem Morgen arbeiten etwa 550 Zusteller der Deutschen Post in ausgewählten Zentren nicht. Insgesamt hat die Gewerkschaft Verdi rund 5.000 Beschäftigte in 14 Großstädten zu Warnstreiks aufgerufen. Ziel ist, den Druck auf die Post-Führung vor der nächsten Tarifrunde am 9. April zu erhöhen. Die bisherigen Verhandlungen über eine Erhöhung der Arbeitszeit und der Löhne sowie über eine Beschäftigungssicherung sind ohne Annäherung geblieben.

ATHEN: Der französisch-amerikanische Filmregisseur Jules Dassin ist im Alter von 96 Jahren in seiner Wahlheimat Griechenland gestorben. Nach Auskunft seiner Ärzte starb der Meister des Film noir an den Folgen einer Grippe. Bekannt wurde Dassin vor allem mit dem Gangsterfilm 'Rififi', für den er beim Filmfestival in Cannes 1955 den Preis für die beste Regie erhielt. Dassin war mit der 1994 verstorbenen griechischen Schauspielerin Melina Mercouri verheiratet, mit der er insgesamt sieben Filme drehte, darunter die Komödien 'Sonntags nie' und 'Topkapi'.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nur im Südosten viele Wolken und etwas Regen, sonst freundlich und gebietsweise auch sonnig. Temperaturen zwischen 12 und 17 Grad.

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