1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Deutschland

Die Youth Conference - Jugend trifft Vorbilder

Am Anfang war beim Youth Future Project die Idee: Jugendliche treffen Träger des Alternativen Nobelpreises. In Bonn wurde daraus jetzt Wirklichkeit - fünf Tage lang im Zeichen des Wunschs nach einer besseren Zukunft.

Teilnehmer des Youth Future Project (Foto: DW)

Im Youth Future Project wollen sich die Teilnehmer vernetzen

"Wir klären unser persönliches Umfeld über klimaverändernde Prozesse auf. Wir kaufen lokal, saisonal, fair und ökologisch sinnvoll" – nur zwei von zahlreichen Zielen, auf die sich 120 Jugendliche aus 15 Nationen bei der International Youth Conference geeinigt haben. Gemeinsam mit Preisträgern des Right Livelihood Awards hatten die Jugendlichen zuvor fünf Tage lang über Lösungen für weltweite Probleme diskutiert – immer mit der Frage im Kopf: Wie können wir aktiv werden?

Das Logo der International Youth Conference (Foto: DW)

Aus Problemen werden Lösungen

Genau diese Frage wollen die Jugendlichen mit einem Manifest beantworten. Hier bieten sie konkrete Lösungsansätze zu Themen wie "Klima, Umwelt und Gesundheit" an. Konferenzteilnehmer Polapat Jittivuthikan aus Thailand betont: "Das Erste, das man verändern muss, ist sich selber." In dem Abschlusspapier ihrer Tagung stehen gleichzeitig Ziele und Forderungen an Politik und Wirtschaft; eine Übergabe an die UN-Generalversammlung ist geplant.

Von Jugendlichen für Jugendliche

Doch das Manifest war nicht das einzige Ziel der Konferenz. "Wir wollen einmal klar machen, dass es möglich ist, aktiv zu werden und Sachen zu verändern“, betont die Studentin Karolin Oesker. Zusammen mit vier Freunden hat sie die Nichtregierungsorganisation Youth Future Project gegründet und die Konferenz organisiert.

Sie wollten einen Austausch zwischen den Jugendlichen und den Preisträgern des Right Livelihood Awards ermöglichen, die vom 15. bis 19. September in Bonn ihr 30-jähriges Bestehen feierten. Mit dem als Alternativer Nobelpreis bekannten Preis werden praktische Lösungen und Modelle für menschenwürdige Lebensweisen ausgezeichnet.

Tipps von Preisträgern

Preisträgerin Angie Zelter (Foto: DW)

Preisträgerin Angie Zelter gibt ganz praktische Tipps

Die Begegnung mit den Preisträgern waren auch für die 21-jährige Monica Aumann ein Grund dabei zu sein: "Ich bin hier, weil ich Gleichgesinnte treffen möchte und weil ich mich von tollen Vorbildern inspirieren lassen möchte." In Workshops berichteten die Preisträger von ihren erfolgreichen Lösungsansätzen, in einer Art Tagebuch hielten Monica und die anderen das fest – die Grundlage für das Manifest.

Emma Lecavalier hat den Workshop der Preisträgerin von 2001, der Atomwaffengegnerin Angie Zelter, besucht. Wie sie möchte sich die die Studentin aus Kanada auch für Abrüstung einsetzen. Die Konferenz sieht sie als große Chance: "Ich denke das Networking und die Verbindungen, die wir nach der Konferenz haben, sind das wichtigste Hilfsmittel, mit dem wir uns selber bewaffnen können.“

Jeder kann etwas verändern

Preisträger Swami Agnivesh spricht mit Teilnehmern (Foto: DW)

Preisträger Swami Agnivesh spricht mit Teilnehmern

“They are people like you and me” heißt es auf einem Plakat über die Gewinner des Alternativen Nobelpreises. Dass jeder etwas verändern kann, möchte auch Preisträgerin Zelter den Jugendlichen mitgeben. Egal für was man sich einsetze, dürfe man nie vergessen, "ein Problem immer in Zusammenhang mit anderen Problemen bringen". Denn alles in dieser Welt hänge zusammen.

In einem anderen Workshop hat der Preisträger von 1998, Samuel Epstein, mit seiner Arbeit deutlich gemacht, dass Eigeninitiative entscheidend ist, wenn man etwas verändern möchte. Er hat erforscht, wie Krebskrankheiten und Umweltverschmutzung zusammenhängen: "Ich habe das Feld selbst erschaffen, weil ich mich sehr für Politik interessiere." Seine Erfolgsgeschichte und die der anderen Preisträger haben die Jugendlichen motiviert. Auch nach Konferenz soll die Zukunfts-Arbeit weitergehen.

Autor: Sonja Gillert

Redaktion: Michael Borgers

WWW-Links