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"Die Wonne nimmt um diese Zeit überhand."

DW-WORLD-User sind vielseitig interessiert. Sie melden sich unter anderem zum Verhältnis der Türkei und Europas, der Rolle der UN im Irak und zu ihren Frühlingsgefühlen zu Wort.

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Türkei und Europa

Wie der DW-Online-Beitrag vom 23.02.04 am Schluss richtig formuliert: Die Türkei ist ein gespaltenes Land. Ein kleiner Teil ist westlich orientiert, der größte Teil sicherlich asiatisch. Aber das störte uns im Westen 50 Jahre lang nicht, da wir die Türkei als NATO-Partner strategisch dringend brauchten, um die UdSSR aus dem Mittelmeerraum zu verbannen. Inzwischen hat die Türkei deutliche Fortschritte in der Anpassung an die EU-Beitrittsbedingungen gemacht - und dennoch zetert man in Deutschland lauthals über die angebliche türkische Invasion. Dahinter steckt die Angst nicht zu wissen, was auf uns zukommt. Und das wissen wir deshalb nicht, weil wir seit der Wiedervereinigung zwar Europa vorangetrieben haben, es aber nicht fertig gebracht haben uns als Einwanderungsland zu definieren. Und so fehlen uns die Kriterien, nach denen wir die Aufnahme ausländischer Bürger und deren Aufenthalt bei uns verbindlich gestalten wollen. Das Einwanderungsgesetz muss her, dann reduziert sich auch die diffuse, vorurteilshafte Angst vor dem Anderen. (Michael Mokramer)

Ein Nahost-Schlüsselstaat der Kompromissbereitschaft zeigt sollte nicht ausgeschlossen werden, jedoch sollte er mehr Menschenrechte und politische Stabilität vorweisen.
(Hursit Pak)

Eine Mitgliedschaft der Türkei in der EU wird eine absolute Katastrophe werden. Das Projekt Europa ist wesentlich wichtiger als in einem politisch korrektem Rausch zu fallen. (Niels Nielsen)

Kanzler Schröder in der Krise

Ich glaube, dass Schröder durchhält, weil es zur Zeit keine andere medienstarke Konkurenz gibt. Er muss nur seine bisher recht gute Politik durch Marketingspezialisten dem Wähler besser verkaufen. Und eins ist klar: Hätten wir Stoiber oder Merkel an der Macht, dann wären wir mit Soldaten in den Irak-Krieg involviert, dass sollten CDU-Wähler nicht vergessen .(Gunnar Sasse)

Er sollte möglichst schnell seinen Hut nehmen, um dadurch dem wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland zu positiver Dynamik zu verhelfen. Denn es gibt bessere Politiker, denen er eigentlich fairer Weise freiwillig Platz machen sollte. Auf Grund seines Alters müsste er dafür weise genug sein und sollte auf keinen Fall wegen Machterhalt und aus Gewinn- und Prestigegründen an seinem Sessel kleben. Im Sport muss ja auch der Langsamere, der Schlechtere immer dem Schnelleren, dem Besseren den Vortritt lassen. (J. Honsel)

Hoffentlich hält der Kanzler bis 2006 durch! Die alternative wäre eindeutig: George E. Stoiber Jr. als Kanzler, mit Angela Rice beschließen, dass Deutschland jetzt nachträglich den Irak angreift. (Stefan Bollmann)

Situation im Irak

Nur die Vereinten Nationen werden in der Lage sein, den Irak zur Demokratie zu führen. Sofern Demokratie in einem Land, das keinerlei demokratische Traditionen hat, überhaupt möglich ist. Genauso wenig, wie man jemandem das Evangelium einprügeln kann, werden die USA mit Ihrer Militärmacht im Irak eine friedliche und demokratische Ordnung schaffen können. Schlimm dabei ist, dass dieser Lernprozess mit soviel Leid für das irakische Volk verbunden ist. Die Vereinten Nationen sollten sich jedoch zurückhalten, bis eine demokratisch legitimierte Regierung in den USA gewählt ist - ohne einen Präsidenten Bush. Ansonsten würde man diesem nur das selbstverursachte Irak-Problem abnehmen, so dass er sich seinem nächsten Kriegsschauplatz widmen kann. Bushs "Achse des Bösen" ist noch lang. (Jörg Cassel)

Meiner Ansicht nach ist es für eine Übergabe der Verantwortung im Irak an die UN nie zu spät. Nicht die Vereinigten Staaten, sondern nur die Vereinten Nationen sind berechtigt und in der Lage, auf die Dauer Konflikte zu lösen. Im Irak müssten daran alle Parteien mitwirken. Johannes Beutler

Frühlingsgefühle

Psalm im Frühjahr von Bertold Brecht

1. Jetzt liege ich auf der Lauer nach dem Sommer, Jungens.
2. Wir haben Rum eingekauft und auf die Gitarre neue Därme aufgezogen. Weiße Hemden müssen erst noch verdient werden.
3. Unsere Glieder wachsen wie das Gras im Juni und Mitte August verschwinden die Jungfrauen. Die Wonne nimmt um diese Zeit überhand.
4. Der Himmel füllt sich Tag für Tag mit sanftem Glanz und seine Nächte rauben einem den Schlaf. (Peter Kahrl)

Ich fühle mich zu jedem Frühling wie in einem neuen Leben mit Dynamik und dem Erwecken aller verschlafenen oder vernachlässigten Energien. Ich bin neugierig und sehnsüchtig nach dem, was in mir im Unbewusstsein existiert. (Jialing Shi)

Anmerkung in eigener Sache:

Wir freuen uns über jede Zuschrift, aber wir können nicht alle Leserbriefe veröffentlichen. Aus redaktionellen Gründen behalten wir uns Kürzungen vor. Die Inhalte entsprechen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion.

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