1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kultur

Die Witwe siegt im Streit um Suhrkamp

Der Machtkampf innerhalb des legendären Frankfurter Suhrkamp-Verlages scheint beendet: Der langjährige Verlagsleiter des Suhrkamp-Verlages, Günter Berg, verlässt das Haus. Zur Begründung hieß es in Frankfurt am Main, man habe hinsichtlich der von den Gesellschaftern beschlossenen Aufgabenverteilung innerhalb der Geschäftsführung keine Verständigung erzielen können.

Berg hatte bereits vor einigen Wochen seinen Platz als Verlagsleiter räumen müssen, den die Witwe des vor einem Jahr gestorbenen Suhrkamp-Verlegers Siegfried Unseld, Ulla Berkewicz, eingenommen hat. Er fungierte seitdem als ihr Stellvertreter.

Suhrkamp teilte mit, die Geschäftsleitung bestehe ab sofort aus Berkewicz als Vorsitzender, Philip Roeder und Rainer Weiss. Roeder übernehme kommissarisch die Verantwortung für die Bereiche Verkauf und Vertrieb.

Seit Unselds Tod Ende Oktober 2002 war über einen Machtkampf im Hause Suhrkamp spekuliert worden. Unseld gehörten 51 Prozent des Verlags, die in die "Siegfried und Ulla Unseld Familienstiftung" einflossen. Die Stiftung, die den Verlag beraten und beaufsichtigen soll, wird von einem Stiftungsrat geleitet, dem die Autoren Hans Magnus Enzensberger, Jürgen Habermas, Alexander Kluge, Adolf Muschg und Wolf Singer angehören. Berkewicz, die inzwischen nun auch Vorsitzende der Geschäftsführung ist, sitzt der Stiftung ebenfalls

vor.