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Wirtschaft

Die Windenergie wird erwachsen

Energieexperten prognostizieren einen weiteren Wachstum bei der Nutzung der Energie aus der Luft. Denn so genannte Global Player geben dem Markt neuen Aufwind.

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Diese Energiequelle versiegt nie

Den Anfang machte im Jahr 2002 der US-Misch-Konzern General Electric. Im Spätherbst 2004 folgte die Siemens AG. Die Deutschen kauften den dänischen Windturbinen-Hersteller Bonus Energy, mit dessen Technik sie künftig weltweit Kunden gewinnen wollen.

Positive Entwicklung

Martin Kühn, Professor für Windenergie an der Universität Stuttgart begrüßt diese Entwicklung: "Ich sehe das positiv, dass ein weiterer von den großen globalen Spielern in diesen neuen Markt einsteigt. Das macht deutlich, dass dieser Markt auch für Unternehmen interessant ist, die deutliche Gewinnerwartungen haben, und dass die Branche erwachsen wird."

Siemens - dieser Name stand bislang für alles andere als Ökoenergien. Seine Milliarden verdient der Konzern traditionell mit Energietechnik mit großen Turbinen für Wasser- und Gaskraftwerke, aber auch für Atomkraftwerke.

Keine Angst vor Konkurrenz

Jetzt soll das Geschäft weiter wachsen - bis zum Jahr 2008 oder 2009 etwa auf das Doppelte, sagt Andreas Nauen, Geschäftsführer der neuen Windkraftsparte bei Siemens. Das würde einen Umsatz von 600 Millionen Euro bedeuten. Dieses Geld will Siemens nicht nur auf den Märkten in Europa verdienen, sondern auch in den USA. Das aber ist der Heimatmarkt von GE Wind Energy. Nauen hofft der Konkurrenz durch die Übernahme von Westinghouse Cooperation standhalten zu können. "Da sehe ich keine großen Schwierigkeiten. Wir haben mit der Übernahme der Westinghouse Cooperation eine hervorragende Basis für die USA geschaffen. Wir werden diese Plattform nutzen, auch Windturbinen in den USA zu vertreiben", sagt Nauen.

Global Player

Neben den Windturbinen an Land, will Siemens künftig auch bei den so genannten Offshore-Turbinen mitmischen. Bislang laufen schon in zwei größeren dänischen Offshoreparks in der Ostsee Bonus-Turbinen. Windkraft-Experte Martin Kühn sieht für weitere Offfshore-Pläne gute Chancen: "Die Firma Bonus hat international einen sehr guten Ruf, einen großen Exportanteil und eine robuste Technik auch im Offshore-Bereich." Zusammen mit der Kapitelkraft des Siemens-Konzerns und weiterem Know-how könne das eine sehr schlagkräftige Kombination ergeben, sagt Kühn.

Windräder des Offshore-Windparks vor der dänischen Insel Lolland im Großen Belt, aufgenommen am 3.7.2002.

Offshore-Windparks vor der dänischen Insel Lolland

Solch schlagkräftige Unternehmen werden in Zukunft die Geschäfte auf den internationalen Windmärkten bestimmen. Schon heute entfallen auf nur fünf Unternehmen mehr als 80 Prozent des weltweiten Windenergiemarktes. Zu diesem Quintett, zu dem neben GE auch die deutschen Enercon GmbH sowie Vestas aus Dänemark und der spanische Gamesa-Konzern gehören, zählt nun auch die Windsparte von Siemens.

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