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Top-Thema – Podcast

Die Werbung entdeckt den Frauenfußball

Vor der Frauenfußball-WM im eigenen Land ist die deutsche Nationalelf ein beliebter Werbepartner. Die Kunden wollen von der Aufmerksamkeit der Medien und dem positiven Image des Teams profitieren.‎

2011 findet die Frauen Fußball-WM in Deutschland statt. Das Turnier hat das Interesse von Werbekunden und Sponsoren geweckt. So ist die deutsche Mannschaft in der Vorbereitungszeit der WM nicht nur mit dem Training, sondern auch mit Fotoshootings oder Werbedrehs beschäftigt.

Sponsoringberater Hartmut Zastrow meint, dass sich etwa acht bis zwölf Millionen Fernsehzuschauer die Spiele anschauen werden. Er erklärt: "Das ist interessant für alle Hersteller von Massenprodukten." Dabei kommt es auch darauf an, so Zastrow, dass die Kickerinnen glaubhaft für das Produkt stehen können. So machen sie vor allem Werbung für Dinge, die sie im Alltag brauchen, wie zum Beispiel Autos oder Bankprodukte.

Doch was macht die deutschen Fußballerinnen aus? Während einige Sportjournalisten Fußballerinnen noch als unattraktive Mannsweiber sehen, ist dieses negative Image bei der Werbeindustrie längst überholt. Team-Managerin Doris Fitschen sagt: "Als erstes sind wir natürlich erfolgreich, und die Spielerinnen sind junge, moderne, attraktive, sportliche Frauen."

Neben dem gesamten Team sind auch einzelne Spielerinnen beliebte Werbepartnerinnen. So macht die Spielerin Fatmire Bajramaj zum Beispiel Werbung für Kosmetik – passend zum offiziellen Motto der Frauen Fußball-WM: "20elf von seiner schönsten Seite".

Glossar

Nationalelf, die – die Fußballnationalmannschaft (bestehend aus 11 Personen)

Werbepartner/in, der/die – ein Unternehmen/eine Person, mit dem/der man Werbung macht

Image, das (aus dem Englischen) – das Bild, das die Öffentlichkeit von jemandem hat

von etwas profitieren – hier: mit etwas Geld verdienen

Turnier, das – der Wettbewerb

das Interesse von jemandem wecken – interessant für jemanden werden

Werbekunde, der – eine Firma oder Organisation, die jemanden dafür bezahlt, dass er Werbung für sie macht

Sponsor, der (aus dem Englischen) – eine Firma, die für etwas Geld gibt, um Werbung für sich zu machen (Substantiv: das Sponsoring)

Shooting, das (aus dem Englischen) – ein Termin, bei dem viele Fotos gemacht werden

Werbedreh, der – ein Termin, bei dem ein Werbefilm produziert wird

Massenprodukt, das – ein Produkt, das von sehr vielen Menschen gekauft wird

Kicker/in, der/die – der/die Fußballer/in

für etwas stehen – hier: zu etwas (einem Produkt) passen

etwas macht etwas aus – etwas ist ein besonderes Merkmal von etwas

Manager/in, der/die – jemand, der sich um die Organisation von etwas kümmert

attraktiv – interessant; schön; so, dass etwas gut gefällt (↔ unattraktiv)

Mannsweib – eine sehr männlich aussehende Frau

etwas ist längst überholt – etwas ist schon lange nicht mehr so, wie es früher einmal war

Kosmetik, die – Produkte und Anwendungen, die einen Menschen schöner machen sollen

Motto, das – hier: ein kurzer Spruch, der Werbung für etwas machen soll

Fragen zum Text

1. Vor der Frauenfußball-WM im Sommer 2011 sind die Kickerinnen …

a) damit beschäftigt, sich schön zu machen.

b) nur mit Fußballspielen beschäftigt.

c) nicht nur mit dem Training, sondern auch mit Werbung beschäftigt.

2. Die Kickerinnen sind so beliebte Werbepartnerinnen, weil sie …

a) sportlich, modern und schön sind.

b) klassische Frauenprodukte mögen.

c) attraktive Mannsweiber sind.

3. Die Spielerin Fatmire Bajramaj …

a) hat das Motto der WM 2011 "20elf von seiner schönsten Seite" erfunden.

b) wird nicht mehr Fußball spielen, weil sie so viel Erfolg in der Werbung hat.

c) macht Werbung für Kosmetikprodukte.

4. Den Werbekunden ist es wichtig, dass ihre Werbepartner glaubhaft …

a) vor den Produkten stehen.

b) für die Produkte stehen.

c) neben den Produkten stehen.

5. Bei welchem Begriffspaar haben die beiden Worte unterschiedliche Bedeutungen?

a) Kickerin, Fußballspielerin

b) Werbekunde, Sponsoringberater

c) Wettbewerb, Turnier

Arbeitsauftrag

Ergänzen Sie den Lückentext.

Mannsweiber – Kosmetik – überholt – findet – Alltag – Mannschaft – Image

Im Sommer 2011 ________ die Frauenfußball-WM in Deutschland statt. Die Spielerinnen der deutschen ________ verdienen ihr Geld nicht nur mit Fußballspielen, sondern auch mit Werbung. Sie machen vor allem für solche Produkte Werbung, die der Mensch im ________ braucht – vom Auto bis hin zu ________. Früher hatten Frauen, die Fußball spielten, ein schlechtes ________: Sie galten als________. In der Werbeindustrie ist dieses Vorurteil heute ________.

Autoren: Jens Krepela/Anne Gassen

Redaktion: Ingo Pickel

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