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Kultur

Die Welt trauert um Michael Jackson

Der plötzliche Tod des Pop-Superstars hat bei Fans, Freunden und Kollegen Trauer und Bestürzung ausgelöst. Eine Autopsie soll nun die genaue Todesursache des Sängers klären.

Michael Jackson auf der Bühne (Foto: AP)

Der König des Pop ist tot

Nach Angaben von Ärzten war der 50-Jährige am Donnerstag (25.06.2009, Ortszeit) offenbar mit einem Herzstillstand in eine Klinik in Los Angeles eingeliefert worden, wo wenig später der Tod festgestellt wurde. Geschockte Fans versammelten sich spontan vor dem Krankenhaus und trauerten. Michael Jacksons Bruder Jermaine sagte, ein ganzes Team von Ärzten habe länger als eine Stunde versucht, das Leben des Popstars zu retten. Auch Michaels persönlicher Arzt habe sofort nach dessen Zusammenbruch bei sich zuhause Wiederbelebungsversuche begonnen. Er bat, die Privatsphäre der Familie in dieser schweren Zeit zu respektieren.

Spekulationen über die Todesursache

Die Familie hält einen Zusammenhang zwischen dem Tod Jacksons und seinem Medikamentenkonsum für möglich. Sein Tod sei "nicht unerwartet" gekommen, sagte der Anwalt der Familie, Brian Oxman, dem Sender CNN. Jackson habe in letzter Zeit verschreibungspflichtige Medikamente genommen, um sich für seine bevorstehenden Comeback-Konzerte vorzubereiten.

Fans trauern um Michael Jackson (Foto: AP)

Trauer um Michael Jackson

Kollegen des Künstlers zeigten sich erschüttert. "Ich kann nach diesen schlimmen Nachrichten nicht aufhören zu weinen", sagte Madonna dem Magazin "People". Jacksons Produzent Quincy Jones erklärte: "Ich habe heute meinen kleinen Bruder verloren und ein Teil meiner Seele ist mit ihm gegangen." Lisa Marie Presley, Jacksons Ex-Frau und Tochter von Elvis Presley, sprach von "einem Verlust auf so vielen Ebenen".

Internet nach der Todesmeldung überlastet

Der überraschende Tod von Michael Jackson sorgte im Internet für einen regelrechten Ansturm auf Google, Twitter und US-amerikanische Nachrichtenseiten. Laut dem "Net Usage Index" stieg der Datenverkehr für Nachrichten um rund 50 Prozent an. Das ging sogar so weit, dass die Suchmaschine Google die Nachfragen nach Michael Jackson als einen koordinierten Hackerangriff interpretierte und automatisch entsprechende Schutzmaßnahmen einleitete. Auch Nachrichtenseiten wie CNN und LA Times ächzten unter dem Ansturm und waren teilweise nicht mehr zu erreichen oder nur nach einer längeren Wartezeit.

Der Micro-Blogging-Dienst Twitter verzeichnete doppelt so viele Tweets wie bei der Wahl von US-Präsident Barack Obama im November 2008. Bei der Online-Enzyklopädie Wikipedia kam es zum Durcheinander, als zahlreiche Nutzer den Eintrag über das Pop-Idol editieren wollten. Jacksons Hit-Album "Thriller" eroberte im iTunes Store innerhalb weniger Stunden den ersten Platz der am häufigsten heruntergeladenen vollständigen Alben. Auch beim Videoportal YouTube stieg die Nachfrage nach Videos mit Michael Jackson stark an.

Geteilte Meinung über Jackson

Grammy (Foto: AP)

13 Grammy Awards für Michael Jackson

In den 80er Jahren hatte Jackson die Hitparaden beherrscht. Als einer der erfolgreichsten Musiker der Neuzeit verkaufte er geschätzte 750 Millionen Alben und gewann 13 Grammy Awards. Zuletzt wurde sein Ruf als Sänger und Tänzer jedoch überschattet von seiner zunehmend befremdlichen Erscheinung und seinem bizarren Lebensstil mit einem Schimpansen als Freund und der Vorliebe für die Gesellschaft von Kindern. Kritiker gaben ihm den Spitznamen "Wacko Jacko". Im Jahr 2005 wurde Jackson vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs eines Jungen freigesprochen. Danach lebte er sehr zurückgezogen. (HF/gri/rtr/afp/ap/dpa)

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