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Die Welt zu Manchester

Die Welt trauert mit Manchester

Politiker, Kirchenvertreter, Künstler - sie alle vereint das Entsetzen über die Terrorattacke in der nordenglischen Metropole. Und es wird noch gesteigert durch den sinnlosen Tod von Kindern und Jugendlichen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte: "Es ist unbegreiflich, dass jemand ein fröhliches Popkonzert ausnutzt, um so vielen Menschen den Tod zu bringen oder ihnen schwere Verletzungen zuzufügen." Deutschland stehe an der Seite der Briten. "Die Nachrichten über das mörderische Attentat in Manchester erschüttern mich", erklärte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Außenminister Sigmar Gabriel verurteilte die "perfide Logik, die gerade Jugendliche, Kinder und junge Erwachsene auf einen Popkonzert ins Fadenkreuz nimmt". Der Anschlag treffe "alle Mütter und Väter in Europa mitten ins Herz".

Merkel und Seehofer sagen Wahlkampfveranstaltung ab 

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Steinmeier: "In Gedanken bei den Angehörigen"

Merkel und der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer sagten inzwischen eine Wahlkampfveranstaltung in München ab. An einem solchen Tag könne man eine solche Veranstaltung wirklich nicht machen, sagte Seehofer in der bayerischen Landeshauptstadt. Die Entscheidung habe er gemeinsam mit der CDU-Chefin getroffen. Zu dem Bierzelt-Auftritt waren mehr als 2500 Menschen erwartet worden. Nach Angaben von Staatskanzleichef Marcel Huber wurden bayernweit alle Bierzeltveranstaltungen abgesagt, auf denen Kabinettsmitglieder sprechen wollten.

US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Urheber des Anschlags in Manchester als "bösartige Verlierer". In Manchester seien "so viele wunderbare, junge, unschuldige Menschen" getötet worden. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker reagierte mit "großer Trauer und tiefer Erschütterung" auf die Tat. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron äußerte sich "entsetzt und bestürzt". Auch Russlands Präsident Wladimir Putin verurteilte den Anschlag.

"Wir können ahnen, was es heißt, einen Sohn oder eine Tochter zu verlieren"

Papst Franziskus verurteilte die Terrortat als "barbarischen Angriff". In einem von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin versendeten Telegramm bekundete er Solidarität mit allen, die von diesem "sinnlosen Akt der Gewalt" betroffen seien, und versprach sein Gebet für die Toten und Verletzten. Besonders erinnerte Franziskus an die Kinder und jungen Menschen, die ihr Leben verloren. Für die ganze Nation erbat er von Gott "Frieden, Heilung und Stärke".

Papst Franziskus (Foto: picture-alliance/AP Photo/G. Borgia)

Papst Franziskus: Ein "barbarischer Angriff" und "sinnloser Akt der Gewalt"

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, erklärte, er bete für die Opfer und ihre Angehörigen: "Wir alle können mitfühlen und ahnen, was es heißt, einen Sohn oder eine Tochter zu verlieren."

"Tat wird Lebensstil der freien Welt aber nicht verändern"

Der Jüdische Weltkongress forderte nach dem Anschlag mehr Anstrengungen im Kampf gegen den Terrorismus. Die Welt müsse sich dem Terrorismus vereint entgegenstellen und seine Ursachen bekämpfen, erklärte Weltkongress-Präsident Ronald Lauder. Er verurteilte die Tat als "verabscheuenswürdig und entsetzlich". Sie werde den Lebensstil der freien Welt aber nicht verändern.

Auch in der Musikwelt herrschte Fassungslosigkeit. "Mein Herz tut weh für meine Schwester Ariana und alle Familien, die von diesem tragischen Ereignis in Großbritannien betroffen sind", schrieb US-Rapperin Nicki Minaj im Kurzbotschaftendienst Twitter. Auch die mit Grande befreundeten Popstars Taylor Swift und Katy Perry bekundeten ihre Anteilnahme.

sti/pg (afp, dpa, rtr)

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