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Sport

"Die Welt schaut auf Berlin"

Drei Weltmeister werden am ersten Wettkampftag der Leichtathletik-WM an diesem Samstag (15.8.2009) in Berlin gekürt. Mit einer "Welcome Night" am Brandenburger Tor wurde das größte Sportereignis des Jahres eingeläutet.

Blick auf die blaue Laufbahn im Berliner Olympiastadion. Foto: dpa-Bildfunk

Mit einer bunten Feier ließen sich rund 10.000 Menschen auf die Leichtathletik-Weltmeisterschaft einstimmen. "Die Welt schaut auf Berlin", sagte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, als er die WM-Gäste begrüßte. "Jetzt wünschen wir uns packende und saubere Wettkämpfe." Artisten, Sportler und Tänzer schlugen anschließend einen künstlerischen Bogen durch die Geschichte der Leichtathletik. Die norwegische Kultband a-ha spielte den offiziellen WM-Song "Foot of the Mountain".

Zahlreiche Besucher warten am Brandenburger Tor in Berlin auf den Beginn der Welcome Night der Leichtathletik-WM 2009. Foto: dpa/Arno Burgi

Gibt es wieder ein "Sommermärchen" wie bei der Fußball-WM 2006?

Keine Blutdopingtests in Russland und Afrika

Unter den Gästen der "Welcome Night" war auch Jacques Rogge, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees. Rogge hatte zuvor mit Vertretern des Leichtathletik-Weltverband IAAF über die weltweiten Dopingkontrollen gesprochen. Dabei hatte er erfahren, dass 2009 in Russland und Afrika bei Trainingskontrollen bisher noch keine Bluttests durchgeführt wurden.

Jacques Rogge vor den Olympischen Ringen. Foto: AP/Fabrice Coffrini

Rogge von Testlücken überrascht

"Das habe ich nicht gewusst", zeigte sich der höchste Sportfunktionär überrascht. In Russland gibt es lediglich in der Hauptstadt Moskau ein Dopinglabor, auf dem ganzen afrikanischen Kontinent nur zwei (Tunesien, Südafrika). "Wenn eine Probe in einem heißen Land in Afrika genommen und dann in ein kühleres Land nach Europa gebracht werden muss, ist das ein technologisches Problem", sagte Rogge. Während der Leichtathletik-WM in Berlin sollen mehr als 1000 Dopingtests durchgeführt werden. 20 Dopingkontrolleure sind rund um die Uhr damit beschäftigt, die Proben zu analysieren.

Heimvorteil für Höhne?

Am ersten Wettkampftag stehen drei Entscheidungen auf dem Programm. Der erste Weltmeister wird im 20-Kilometer-Gehen der Männer ermittelt. Lokalmatador André Höhne hofft auf den großen Coup direkt vor der Haustür. "Ich kann quasi aus dem Bett fallen und starten. Ich kenne die Strecke in- und auswendig. Ich möchte einen superguten Wettkampf zeigen." Vor zwei Jahren bei der WM in Osaka hatte Höhne in großer Hitze das Rennen 200 Meter zu früh beendet, weil er sich im Ziel wähnte. Beim Bad im Wassergraben war er kollabiert.

Olympiasiegerin sagt kurzfristig ab

Die äthiopische 10000-Meter-Läuferin Tirunesh-Dibaba bei der Siegerehrung der Olympischen Spiele in Peking Foto: picture-alliance/dpa

Tirunesh Dibaba, Doppelsiegerin in Peking

Topfavorit im Kugelstoßen ist Olympiasieger Tomacz Majewski. Der Pole hält mit 21,95 Meter auch die Jahresbestweite. Größte Konkurrenten dürften die starken Kugelstoßer aus den USA, Reese Hoffa, Christian Cantwell und Dan Taylor sein. Doch vielleicht sorgt ja auch Europameister Ralf Bartels für eine Überraschung.

Im 10000-Meter Rennen der Frauen musste Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba wegen einer Verletzung kurzfristig absagen. Möglicherweise kann die 23 Jahre alte Äthiopierin aber am Dienstag über 5000 Meter starten. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking hatte Dibaba über beide Distanzen Gold gewonnen. Eine deutsche Läuferin ist über 10000 Meter nicht am Start. Sabrina Mockenhaupt konzentriert sich auf den Marathon. (sn/jb/sid/dpa)

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