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Silvester international

Die Welt begrüßt das Jahr 2017

Europa fiebert dem Jahreswechsel noch entgegen. Deutschlands größte Silvesterparty steigt am Brandenburger Tor, bis zu eine Million Besucher werden erwartet. Dort gelten, wie vielerorts, strenge Sicherheitsvorkehrungen.

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Milliarden begrüßen 2017

Das Jahr 2017 hat für Milliarden von Menschen bereits begonnen. Um Punkt 11.00 Uhr MEZ begrüßten als Allererste die Menschen auf Samoa und anderen pazifischen Inseln das neue Jahr. Die Bewohner des Inselstaats Samoa, 16.000 Kilometer von Deutschland entfernt, feiern erst seit 2012 so früh Neujahr. Die Regierung hatte einen Wechsel über die Datumsgrenze beschlossen - bis dahin lebten die Samoaner östlich der Datumsgrenze und damit 23 Stunden hinter Neuseeland.

Eine Stunde später startete Neuseeland ins Jahr 2017. In der größten Stadt Auckland wurde ein Feuerwerk vom mehr als 300 Meter hohen Sky Tower abgeschossen, das sich wie ein bunt glitzernder Stern von der Spitze aus in den Nachthimmel ausbreitete.

Hunderttausende feiern in Sydney

Mehr als eine Million Menschen feierten in Sydney das neue Jahr mit einem riesigen Feuerwerk. Zehn Stunden vor Mitternacht deutscher Zeit flogen im Hafen der australischen Metropole Raketen über dem berühmten Opernhaus in die Luft. Die Organisatoren hatten das bislang größte Spektakel mit mehr als 100.000 Feuerwerkskörpern versprochen. Die Stadt lässt es sich umgerechnet rund 4,8 Millionen Euro kosten. 

In Tokio ließen die Menschen Punkt Mitternacht Hunderte weiße Ballons in die Luft steigen. In den buddhistischen Tempeln in ganz Japan läuteten die Glocken genau 108 Mal, um die Menschen von einer der 108 irdischen Begierden zu befreien. In den ersten drei Tagen des neuen Jahres werden bis zu 100 Millionen Besucher in den Tempeln erwartet, die für Glück und Gesundheit beten wollen.

China begrüßte das Jahr 2017 ruhig und ohne großes Feuerwerk. Der 1. Januar ist zwar auch in der Volksrepublik ein Feiertag, nach dem traditionellen Mondkalender beginnt das neue Jahr in China aber erst am 28. Januar. Dann wird das Jahr des Affen durch das Jahr des Hahns abgelöst; viele Menschen reisen in ihre Heimatgemeinden und feiern dort ausgelassen und mit viel Feuerwerk.

In Thailand sind in diesem Jahr Feuerwerke zur Begrüßung des neuen Jahres verboten worden, nachdem die Regierung wegen des Tods von König Bhumibol Adulyadej eine einjährige Trauerzeit ausgerufen hatte. Der König war im Oktober verstorben. Allerdings wird erwartet, dass Hunderttausende Menschen zusammen ein Neujahrslied anstimmen werden, das Bhumibol selbst komponiert hatte, gefolgt von der königlichen Hymne.

Japan Tokyo Jahreswechsel (Reuters/K. Kyung-Hoon)

Viel Optimismus, viel Freude in Japan zum Jahreswechsel

In Madrid wurde Silvester von mehreren Tausend Spaniern und Touristen an der Puerta del Sol bereits am Freitagabend gefeiert. Sie jubelten als die Turmuhr am Gebäude der Regionalregierung um Mitternacht zwölf Mal schlug. Die verfrühte Silvesterfeier hat einen banalen Grund: Die Stadtverwaltung testet die Glocken immer einen Tag vor Silvester um sicherzugehen, dass sie dann am 31. Dezember richtig funktionieren.

Feierlaune auf der Partymeile in Berlin

An der Partymeile am Brandenburger Tor begann bereits etliche Stunden vor dem Jahreswechsel der Einlass mit scharfen Kontrollen; Böller sind verboten. Rund 1700 Polizisten sind dort im Einsatz. Etwa eine Million Gäste werden auf der Feiermeile erwartet. Um 20.15 Uhr startete das Hauptprogramm, bei dem nationale und internationale Künstler auftreten.

Um Mitternacht soll das neue Jahr dann mit einem spektakulären Feuerwerk begrüßt werden. Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt haben die Veranstalter die Sicherheitsvorkehrungen nochmals verschärft. Die Besucher werden am Einlass kontrolliert. Rucksäcke und andere Gepäckstücke dürfen die Gäste in diesem Jahr nicht mitnehmen. Um das eingezäunte Gelände herum wurden Betonklötze aufgestellt, die einen Anschlag mit einem Fahrzeug wie vor der Gedächtniskirche verhindern sollen. 

Massive Polizeipräsenz in der Domstadt

Auch in Köln finden die Silvesterfeierlichkeiten unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Mit Einbruch der Dunkelheit startete am Dom eine Multimedia-Show des Lichtkünstlers Philipp Geist. Dabei wurden Wörter auf den Boden und an Häuser projiziert, die die Kölner in den Tagen zuvor vorgeschlagen hatten - etwa "Anstand" und "Erinnerung". Wer auf die Domplatte wollte, musste sich Einlasskontrollen unterziehen. Ein Jahr nach den massenhaften sexuellen Übergriffen und chaotischen Zuständen am Hauptbahnhof wollen Stadt und Polizei in diesem Jahr neuerliche Straftaten unbedingt verhindern. Allein in der Innenstadt werden rund 1500 Polizisten in den Einsatz geschickt.

Auch in Italien ist man wenige Tage nach der Erschießung des mutmaßlichen Attentäters von Berlin auf der Hut. In Rom und anderen großen Städten des Landes finden die Feierlichkeiten an Silvester unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt. In zahlreichen Städten unter anderem in Turin, Bologna und Venedig gilt Medienberichten zufolge ein Böllerverbot. Am Freitag vor einer Woche hatten zwei Polizisten nahe Mailand den mutmaßlichen Terroristen Anis Amri erschossen.

haz/qu ( dpa, rtr)

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