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Deutschland

Die Würfel sind gefallen

Der Grünen-Parteitag in Rostock hat einem Bundeswehreinsatz im Afghanistan-Konflikt mit überraschend großer Mehrheit zugestimmt. Damit kann die rot-grüne Koalition nach ihrer bislang schwersten Krise weiterregieren.

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Schweißtreibender Auftritt: Außenminister Joschka Fischer in Rostock

Mehr als zwei Drittel der rund 700 Delegierten stimmten nach zehnstündiger Auseinandersetzung für den außenpolitischen Kurs von Regierung und Bundestagsfraktion. Außenminister Joschka Fischer (Grüne) hatte zusammen mit der gesamten Grünen-Spitze für die Zustimmung gekämpft.

Grünen-Chef Fritz Kuhn wertete das Abstimmungsergebnis als "deutliches Signal nach vorn". Es gebe nun eine große Mehrheit für eine verantwortliche Position, mit der Fischer Politik gestalten könne. Fraktionschef Rezzo Schlauch sah die Partei gestärkt und den Kurs von Fischer bestätigt. "Die Koalition steht." Nach Ansicht der Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth hat ihre Partei ein Bekenntnis zur Fortsetzung der Regierungspolitik abgelegt. An die Adresse der Unterlegenen appellierte sie, in der Partei zu bleiben.

Um die Verlierer einzubinden, wurden vor der endgültigen Abstimmung Änderungen am Leitantrag des Bundesvorstandes angefügt. In den Änderungen wird unter anderem kritisiert, dass in dem Krieg in Afghanistan viele Zivilisten von Bomben getroffen würden. Deutsche Soldaten sollten vor allem zu humanitären Aufgaben, dem Schutz von Transporten und der Ergreifung von Terroristen eingesetzt werden.

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