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Filme

Die vielen Gesichter der Karoline Herfurth

Karoline Herfurth hat schon eine beeindruckende Schauspielerkarriere hinter sich - und ist erst 25 Jahre jung. Besonders liebt sie facettenreiche, tiefgründige Rollen.

Karoline Herfurth als magersüchtige Marie im Film 'Vincent will meer' (Foto: Constantin Film)

Karoline Herfurth als "Marie" im Film "Vincent will meer"

Marie ist magersüchtig und lebt in einem Therapiezentrum. Hier lernt sie den am Tourette-Syndrom leidenden Vincent kennen. Gemeinsam mit einem dritten kranken Patienten beschließen sie zu fliehen und an das Mittelmeer zu fahren. Auf der von Hindernissen gespickten Tour in den Süden kommen Vincent und Marie sich näher. Gespielt wird die magersüchtige junge Frau in "Vincent will meer" von Karoline Herfurth. "Er transportiert eine ganz tolle Leichtigkeit und macht unglaublich Spaß zu sehen. Teilweise wird er sehr ernst, ohne je die Hoffnung zu verlieren. Das finde ich so schön daran", sagt sie über den Film.

Vom Teeniestar zur Schauspielerin

Karoline Herfurth, am 22. Mai 1984 in Ost-Berlin, der Hauptstadt der damaligen DDR, geboren, machte schon als Zehnjährige erste Filmerfahrungen. Im Jahr 2000 drehte sie ihren ersten Kinofilm und war danach immer wieder in Teenie- und Jugendfilmen wie "Mädchen, Mädchen" oder "Böse Mädchen weinen nicht" zu sehen. Wirkte Karoline Herfurth in den Mädchenrollen mit ihrem sommersprossigen Gesicht richtig süß und frech, so schaffte sie ab 2003 langsam den Übergang zu den mehr erwachsenen Rollen, etwa mit der Darstellung der Anna Amalie im Film "Mein Name ist Bach". Der große internationale Durchbruch gelang ihr 2006 mit der kleinen Rolle des Mirabellenmädchens in Tom Tykwers Film "Das Parfum".

Karoline Herfurth als nachdenkliche Lilli in dem Film 'Im Winter ein Jahr' (Foto: dpa)

Karoline Herfurth in "Im Winter ein Jahr"

Talent für Stimmungswechsel

Wie überzeugend die junge Schauspielerin auch in tragischen Rollen sein kann, zeigte sie 2008 in "Winter für ein Jahr" von Caroline Link; dort spielt sie eine junge Frau, die den Tod ihres Bruders nicht überwinden kann. Hier kam auch ihr auffallendes Talent zum Ausdruck, zwischen ruhigen Momenten und leidenschaftlichen Ausbrüchen zu wechseln. Emotionale Eruptionen darzustellen, findet Karoline Herfurth nicht so schwer, aber: "Es ist manchmal so, dass die stillen und leisen Dialoge die schwerere Aufgabe sind. Ich finde alles, was extremer ist oder weg geht von einem, leichter zu spielen als etwas, das in Privatheit verfallen kann."

Karoline Herfurth auf der Berlinale 2010 (Foto: dpa/lbn)

Liebt Film und Theater: Karoline Herfurth

Zwischen Set und Schauspielbühne

Zur Schauspielerei hat Karoline Herfurth eine sehr pragmatische Einstellung: keine zu starke Identifizierung mit der Rolle. Doch das heißt nicht, dass sie nicht ehrgeizig wäre. Außerdem hofft die Schauspielerin, in Zukunft Film und Theater spielen zu können; erst vor kurzem war sie im Deutschen Nationaltheater in Weimar zu erleben. Trotz ihrer Filmerfolge schloss Karoline Herfurth vor zwei Jahren ihr Schauspielstudium an der legendären Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin ab: "Für mich waren das eine unglaublich tolle Zeit und eine tolle Schule, in der ich sehr viel gelernt habe. Ich habe auch nicht das Gefühl gehabt, dass ich da sehr im Vordergrund war. Ich bin so ein bisschen in der Masse verschwunden und es war mir auch ganz angenehm."

Autor: Jörg Taszman/kg
Redaktion: Jochen Kürten

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