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Kultur

Die USA trauern um den Papst

US-Präsident Bush hat Papst Johannes Paul II. nach seinem Tod als einen "Champion der menschlichen Würde bezeichnet". Das Weiße Haus wurde auf Halbmast beflaggt.

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Einig im Kampf gegen Abtreibungen: Bush und der Papst

Die Vereinigten Staaten sind Heimat für über 60 Millionen Katholiken, der größten christlichen Einzelkonfession in den USA. Entsprechend groß war die Anteilnahme am Ableben des Papstes, dessen Ringen mit dem Tod in zahlreichen großen katholischen Kirchen des Landes mit Gottesdiensten und Gebeten begleitet wurde.

Wie der Tod eines Vaters

"Er mochte die Menschen, er hatte einen großen Humor, er war bescheiden. Alles Dinge, die Amerikaner an Führungspersönlichkeiten schätzen und deshalb war er uns besonders nah", sagte der Erzbischof von Washington, Theodore McCarrick. Das Oberhaupt der amerikanischen Katholiken, New Yorks Kardinal Edward Egan, sagte, er fühle sich, als ob er einen Vater verloren habe.

Kritik am Irak-Krieg

Johannes Paul II. besuchte die USA zweimal: im Jahr 1979 und zuletzt 1995. Er war der erste Papst, der 1979 das Weiße Haus betrat, um dem damaligen Präsidenten Jimmy Carter einen Besuch abzustatten. Mit Carter verband ihn das Engagement für die Menschenrechte, mit Präsident George W. Bush das vehemente Eintreten für den Schutz menschlichen Lebens. Diese Verbundenheit hinderte ihn allerdings nicht daran, Bush wegen des Krieges im Irak offen zu kritisieren.

US-Präsident George W. Bush würdigte den gestorbenen Papst Johannes Paul II. als eine der größten moralischen Führungspersönlichkeiten der Geschichte. Der Heilige Vater sei ein "Champion der menschlichen Würde und der Freiheit gewesen", sagte Bush mit seiner Frau Laura an der Seite am Samstag im Weißen Haus. Bereits unmittelbar nach der Todesnachricht hatte der Präsident, der Protestant ist, die Flagge am Weißen Haus auf Halbmast senken lassen.

Politische Rolle

Außenministerin Condoleezza Rice erinnerte an das Engagement des Papstes gegen die kommunistische Unterdrückung. Johannes Paul II. sei ein Symbol für die Freiheit und ein wichtiger Akteur bei der Beseitigung der Tyrannei in Europa gewesen. Es wird damit gerechnet , dass Präsident Bush persönlich an der Beerdigung des Papstes in Rom teilnehmen wird.