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Aktuell Welt

Die USA schicken 350 zusätzliche Soldaten in den Irak

US-Präsident Obama verstärkt die Truppenpräsenz im Irak. Zudem soll mit einem diplomatischen Vorstoß ein regionales Bündnis gegen die IS-Terrorarmee geschmiedet werden.

US-Präsident Barack Obama hat die Entsendung von 350 zusätzlichen US-Soldaten in den Irak angeordnet. Die Militäreinheiten sollen in der Hauptstadt Bagdad für den Schutz von diplomatischen Einrichtungen und diplomatischem Personal zuständig sein, wie das Weiße Haus mitteilte. Rund 50 Soldaten, die schon in Bagdad stationiert sind, würden in andere Regionen versetzt, erläuterte John Kirby, der Sprecher des Verteidigungsministeriums, nannte aber keine Details.

Mit der Truppenverstärkung reagieren die USA auf die wachsende Bedrohung durch die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS), die aus dem Norden des Irak immer weiter vorrückt. Noch kurz vor der Entscheidung in Washington hatte die Veröffentlichung eines Videos der IS-Milizen für Aufsehen und Empörung gesorgt, in dem offensichtlich die Enthauptung des in Syrien verschleppten US-Reporters Steven Sotloff gezeigt wird. Die US-Regierung erklärte, sie prüfe die Aufnahmen noch, Sotloffs Familie bestätigte indirekt die Echtheit des Videos.

Seit mehreren Wochen fliegt die US-Luftwaffe Einsätze gegen Stellungen der Islamisten im Norden. Der Einsatz zusätzlicher Soldaten wurde vom US-Außenministerium beantragt und wird durch das Pentagon organisiert. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums werden künftig 820 US-Soldaten im Irak stationiert sein.

"Stärkere regionale Partnerschaft"

Zudem werden nach diesen Angaben Spitzenvertreter der Armee in den Nahen Osten reisen, um beim Aufbau einer "stärkeren regionalen Partnerschaft" im Kampf gegen die IS-Extremistenarmee zu helfen. Erwogen wird auch, dass Außenminister John Kerry, Verteidigungsminister Chuck Hagel und Sicherheitsberaterin Lisa Monaco in der Krisenregion vermittelnd tätig werden.

Die US-Luftwaffe unterstützt seit Anfang August die kurdischen Peschmerga-Milizen und die irakischen Regierungstruppen bei ihren Bemühungen, die Dschihadisten im Norden des Landes zurückzudrängen. Ein Schwerpunkt der Luftangriffe lag in der Nähe des Staudamms von Mossul.

SC/mak (afp, APE, rtr, dpae)