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Die unglaubliche Reise der Flughunde nach Sambia

Flughunde haben nicht den besten Leumund: Sie sind als Überträger von Krankheiten verschrien. Es gibt aber gute Gründe sie zu schützen, bestäuben sie doch Blüten und verbreiten Pflanzensamen.

Video ansehen 06:43

Die Reise der Flughunde in Zentralafrika

Projektziel: Den Wald der Flughunde zu erhalten, vor Feuer zu schützen und Menschen draußen zu halten - auch wenn Feuer selten sind, meistens stecken Wilderer in der Trockenzeit Sumpfwiesen an, die den Wald umgeben, um Wild aufzuscheuchen und zu töten. Dadurch entstehen Flächenbrände, die auch die Bäume zerstören
Projektgröße: Kasanka Nationalpark: etwa 400 km²; der eigentliche Bat Forest, in dem die Tiere sich tagsüber aufhalten, ist  nur etwa 1km mal 400 Meter groß
Finanzierung: z.Zt. rund 200.000 US-$ (ca. 190.000 €) im Jahr, aus Tourismus und Spenden

Wenn sich 10 Millionen Flughunde aus dem Kongo zu einem kaum einen halben Quadratkilometer kleinen Wald aufmachen, dann ist das die größte Säugetierwanderung der Erde. Die Flughunde im Kasanka-Nationalpark im Norden Sambias spielen für das Ökosystem eine unschätzbare Rolle. Sie verteilen Samen über weite Entfernungen und bestäuben Blüten. Es sind wohl die Früchte im Kasanka-Wald, von denen die Tiere angezogen werden. Würde der Wald verschwinden, für die Tiere wäre es eine Reise in den Tod. Umweltschützer versuchen den Lebensraum zu erhalten. Dazu müssen sie in erster Linie Aufklärungsarbeit leisten. Vor allem Kinder kennen die heimische Tierwelt nicht und fürchten sich vor den Fledertieren – nicht zuletzt, da diese im Verdacht stehen, Ebola zu übertragen.
Ein weiteres zentrales Element der Arbeit ist der Ausbau des Öko-Tourismus, denn die Flughunde locken Touristen und Wissenschaftler aus aller Welt an. Das bringt wichtige Einnahmen für das Projekt.

Ein Film von Jürgen Schneider
 

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