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USA

Die Trumps auf Krankenbesuch in Washington

Der bei einem Anschlag angeschossene Kongress-Abgeordnete Steve Scalise ist weiterhin in Lebensgefahr. Im Krankenhaus bekam er jetzt hohen Besuch. Präsident Trump nannte Scalise einen "wahren Kämpfer".

USA Ehepaar Trump im Medstar Hospital in Washington (Imago/Zumapress/O. Douliery)

Ehepaar Trump verabschiedet sich von den Ärzten im Medstar Hospital

US-Präsident Donald Donald und seine Frau Melania haben den am Mittwoch bei einem Schusswaffenangriff während eines Baseball-Trainings verletzten republikanischen Abgeordneten Steve Scalise besucht. Nach der Visite im Krankenhaus rief Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter zu Gebeten für Scalise auf. Der Abgeordnete, dritthöchster Vertreter seiner Partei im Repräsentantenhaus, befinde sich in einem "sehr ernsten Zustand", schrieb Trump. Er sei aber "ein wahrer Kämpfer", fügte der Präsident hinzu.

Das Krankenhaus gab aktuelle Informationen zum Zustand des 51-Jährigen bekannt. Eine Kugel habe sein Becken durchschlagen, Knochen gebrochen sowie innere Organe verletzt. Es seien weitere Operationen notwendig, Scalises Zustand sei weiterhin kritisch, teilte das "Medstar Washington Hospital Center" mit. Der Schuss habe massiven Blutverlust zur Folge gehabt.

Scalise machte in den vergangenen Jahren bei den Republikanern eine steile Karriere. Er kämpfte gegen Abtreibungen und Einwanderung. Eines seiner zentralen Anliegen ist das den Amerikanern "heilige" und von der Verfassung garantierte Recht auf Waffenbesitz. Scalise übt in der Partei die Rolle des "Majority Whip" aus, eine Art Geschäftsführer der Partei, der als sogenannter Einpeitscher innerparteilich für Disziplin zu sorgen hat und sicherstellen muss, dass bei wichtigen Abstimmungen genügend Abgeordnete der Republikaner anwesend sind.

Neben Scalise wurden bei dem Angriff während eines Baseball-Trainings in der Stadt Alexandria bei Washington drei weitere Menschen verletzt: eine Polizistin, der Lobbyist Matt Mika und ein Berater des texanischen Abgeordneten Roger Williams, Zachary Barth. Da Salice als "Majority Whip" neben Leibwächtern Polizeischutz zusteht, und die Beamten die Schüsse des Angreifers direkt erwiderten, konnte schlimmeres verhindert werden.

Steve Scalise (picture alliance/AP Photo/A.Brandon)

Steve Scalise

Die Kongressabgeordneten hatten auf dem Spielfeld für ein Benefizspiel zwischen Republikanern und Demokraten trainiert, das für diesen Donnerstag angesetzt war. Diese Sportbegegnung der Parlamentarier hat eine mehr als 100-jährige Tradition. 

Täter outet sich als Trump-Gegner

Der 66-jährige Täter James T. H., der den Ermittlungen zufolge zwei Waffen bei sich trug, wurde bei dem Polizeieinsatz getötet. Aus seinen Facebook-Einträgen, in denen er sich als demokratischer Sozialist bezeichnet, geht hervor, dass er ein radikaler Kritiker von Präsident Trump war. "Trump hat unsere Demokratie zerstört, es ist Zeit, Trump und Co. zu zerstören", trug H. kürzlich bei Facebook ein. Er war nicht als politischer Gewalttäter aufgefallen. Im März beschwerten Nachbarn sich jedoch, dass er mit einem Jagdgewehr rund 50 Schüsse auf nahegelegene Bäume abfeuerte. Der Täter bezeichnete sich im Internet als Anhänger des demokratischen Politikers Bernie Sanders.

Sanders, der sich im vergangenen Jahr um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei beworben hatte, distanzierte sich von der "abscheulichen" Tat. "Diese Tat widert mich an", erklärte Senator Sanders. "Ich möchte es so klar wie möglich machen: Gewalt gleich welcher Art ist in unserer Gesellschaft inakzeptabel, und ich verurteile diese Tat in der größtmöglichen Weise."

qu/stu (afp, dpa)