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Sport

Die Streif frisst ihre Kinder

Beim alpinen Abfahrtslauf von Kitzbühel stürzen gleich mehrere Favoriten. Der Italiener Peter Fill sichert sich den Sieg auf der extrem schwierigen Piste beim wichtigsten Skispektakel des Winters.

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Schwere Stürze auf der Streif # DW Nachrichten # steif18f # 23.01.2016

Der Südtiroler Peter Fill hat überraschend die von schweren Stürzen überschattete und vorzeitig abgebrochene Weltcup-Abfahrt von Kitzbühel gewonnen. Topfavorit Aksel Lund Svindal aus Norwegen krachte auf der berühmt-berüchtigten Streif nach missglückter Landung an der Hausbergkante ebenso in den Fangzaun wie die Österreicher Hannes Reichelt und Georg Streitberger. 100.000 Zuschauer sollen das Spektakel in Tirol vor Ort verfolgt haben.

Svindal stand nach einem furchteinflößenden Überschlag bald wieder, stapfte mit blutiger Nase durch den Schnee und wurde mit einem Skidoo zu Tal gebracht. Dort begab er sich mit Verdacht auf eine Knieverletzung zum Arzt. Reichelt, der über Kopfschmerzen klagte, musste wie Streitberger mit dem Hubschrauber geborgen werden. Wie der österreichische Skiverband (ÖSV) mitteilte, rissen bei Streitberger das Kreuzband sowie das Seiten- und Innenband im rechten Knie.

Ski Weltcup Abfahrt der Herren auf der Streif in Kitzbühel

Aksel Lund Svindal landet bei der Abfahrt von Kitzbühel im Fangzaun

Sander auf Platz 17

Fill, der zuvor erst ein Rennen im Weltcup gewonnen hatte, setzte sich nach halsbrecherischer Fahrt bei schwierigsten Verhältnissen 0,37 Sekunden vor dem Schweizer Beat Feuz durch. Dritter wurde dessen Teamkollege Carlo Janka, der Deutsche Andreas Sander belegte Platz 17. Beim Super-G tags zuvor hatte Sander mit Rang zehn das beste Ergebnis seiner Karriere eingestellt.

Ski Weltcup Abfahrt der Herren auf der Streif in Kitzbühel Peter Fill

Sieger Peter Fill macht die wenigsten Fehler und gewinnt auf der "Streif"

Das Rennen auf der bei starkem Wind etwas verkürzten Strecke war allerdings grenzwertig. Peter Schröcksnadel, Präsident des Österreichischen Skiverbandes, sprach sich nach Svindals Sturz für einen Abbruch aus. Doch wie zuvor bei Streitberger und Reichelt setzte Renndirektor Markus Waldner die Abfahrt nach einigen Minuten Unterbrechung zunächst fort, ehe er nach dem Österreicher Vincent Kriechmayr (Nummer 30) doch abbrach. Weil die Top 30 gestartet waren, wurde das Rennen regelkonform gewertet.

to/ck (sid, dpa)

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