1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Top-Thema – Podcast

Die Stadt der Bücher

Paris ist ein teures Pflaster. Auch für Buchhändler. Viele von ihnen zogen deswegen südwärts und entdeckten den malerischen Ort La Charité-sur-Loire. Jetzt nennt sich das Dorf stolz "Stadt der Bücher".

Das Antiquariats Les Palmieres Sauvages in La Charite-sur-Loire

Ein Buchladen in der Stadt der Bücher

Christian Vallériaux war der erste Pariser Buchhändler, der sich in La Charité-sur-Loire niederließ. Im Jahr 1992 eröffnete er in dem mittelalterlichen Dorf seinen Buchladen. "Wir wollten Paris verlassen. Wir hatten genug von den überhöhten Mietpreisen für das Geschäft und die Wohnung. Außerdem suchten wir nach mehr Lebensqualität", sagt der 61-jährige Vallériaux.

Damals sah La Charité-sur-Loire allerdings noch anders aus. Außer dem großen Kloster gab es nicht viel zu besichtigen. Die meisten Läden standen leer, es gab weder Cafés noch Kunstgalerien. "Die Stadt war völlig tot", erzählt Christian Vallériaux. Nach einem Jahr hatten er und seine Frau genug von diesem Dornröschenschlaf. Sie brauchten mehr Kunden, und die Stadt brauchte mehr Touristen. So präsentierte Christian Vallériaux dem Bürgermeister sein Projekt der "Stadt der Bücher". Der Bürgermeister war bereit, das Unternehmen finanziell zu unterstützen.

In kurzer Zeit kamen viele Buchhändler nach La Charité-sur-Loire. Sie verließen Paris, um den verschlafenen Ort in eine “Stadt der Bücher“ verwandeln. Heute gibt es in dem Dorf mehr Bücher als Einwohner. Zwölf Buchhändler für Antiquariat, einen der originellsten Typografen Frankreichs, sowie mehrere Kalligrafen und Buchbinder haben hier ihre Läden eröffnet.

Aus der Hauptstraße ist eine beruhigte Verkehrszone geworden, in der sich ein Buchladen neben dem anderen befindet. Es gibt gemütliche Cafés, kleine Feinschmeckergeschäfte und einen Weinladen. Die Anzahl der Touristen ist beachtlich gestiegen. Denn es gibt nicht mehr nur das bedeutende Kloster zu besichtigen. Das Stöbern in den herrlich bunten Bücherläden dauert Stunden, wenn nicht sogar Tage.


GLOSSAR

ein teures Pflaster - bildlich: ein Ort, an dem die Preise und die Mieten sehr hoch sind

Buchhändler/in, der/die - jemand, der/die Bücher verkauft

malerischen - hübsch und idyllisch

sich niederlassen - an einen Ort ziehen, um dort zu wohnen und zu arbeiten

überhöht - zu hoch

Lebensqualität, die - die Beschaffenheit des alltäglichen Lebens

etwas besichtigen - etwas anschauen

völlig - ganz und gar

Dornröschenschlaf, der - Redensart: wenn in einem schönen Ort nicht viel passiert

etwas präsentieren - etwas vorstellen

finanziell - in Bezug auf Geld

verschlafenen - sehr ruhig

etwas verwandeln - was verändern

Antiquariat, das - ein Geschäft, das alte Sachen (hier: Bücher) verkauft

originell - einzigartig

Typograf/in, der/die - ein/e Drucker/in

Kalligraf/in, der/die - jemand, der die Kunst des Schönschreibens beherrscht

Buchbinder/in, der/die - jemand, der das Buch in seine endgültige Form bringt und den Einband herstellt

beruhigte Verkehrszone, die - eine Gegend, in der Autos nur langsam oder gar nicht fahren dürfen

Feinschmeckergeschäft, das - ein Laden mit besonders hochwertigen Lebensmitteln

Stöbern, das - das gemütliche Suchen nach Dingen, die man kaufen möchte


Fragen zum Text

Wie nennt sich La Charité-sur-Loire?

1. Stadt der CDs

2. Stadt der Bücher

3. Stadt der Zeitungen

Heute gibt es in La Charité-sur-Loire mehr … als Einwohner.

1. Buchhändler

2. Kirchen

3. Bücher

Paris ist ein teures Pflaster bedeutet, dass ...

1. in Paris die Straßen schön gepflastert sind.

2. in Paris die Mieten und die Preise sehr hoch sind.

3. das Leben in Paris besonders günstig ist.

Arbeitsauftrag

Was ist Ihr Lieblingsbuch? Stellen Sie Ihr Lieblingsbuch Ihrer Klasse vor. Erklären Sie, worum es in dem Buch geht und warum Sie es gerne gelesen haben.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema

Downloads