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Digitales Leben

Die sieben besten deutschen Computerspiele des Jahres

Der Deutsche Computerspielpreis geht dieses Jahr unter anderem an das Echtzeitstrategiespiel "Anno 2205" und die schwindelerregende Virtual Reality-Klettersimulation "The Climb". Hier sind die besten deutschen Spiele.

Leben auf dem Mond: "Anno 2205"

Seit 1998 setzt die "Anno"-Reihe Maßstäbe im Genre der Wirtschaftssimulation. Das Ziel ist immer dasselbe: eine Zivilisation aufbauen, sie vor Angriffen schützen und dafür sorgen, dass die Bevölkerung glücklich ist und alle Güter zur Verfügung hat, nach denen sie strebt. Was sich unterscheidet, ist die Epoche in der das Spiel beheimatet ist. In "Anno 2205" befindet sich der Spieler in der fernen Zukunft. Erstmals lässt sich nicht nur die gesamte Welt, sondern auch der Mond erobern und besiedeln. Das ist auch notwendig, weil er Rohstoffe liefert, die auf der Erde dringend benötigt werden.

Hoch hinaus in der virtuellen Realität: "The Climb"

Noch ist "The Climb" nicht im Handel. Doch schon in den nächsten Wochen soll die Klettersimulation aus dem Hause "Crytek" erscheinen. Das Unternehmen hat bislang vor allem erfolgreiche Ego-Shooter entwickelt. Geballert wird in "The Climb" jedoch nicht, Nervenkitzel gibt es aber trotzdem. Denn der Spieler, ausgestattet mit einer Virtual Reality-Brille, hängt über dem Abgrund und droht in jeder Sekunde abzustürzen. Mit seinen Händen muss er nach Felsvorsprüngen greifen und vorsichtig bis zum Gipfel hochkraxeln. Die Grafik ist detailreich und stimmungsvoll und reizt die aktuellen technischen Möglichkeiten voll aus. "The Climb" verspricht ein aufregendes Klettererlebnis - sofern dem Spieler nicht schlecht wird. Denn in der virtuellen Realität dreht sich einigen der Magen um. Und die ganz reale Übelkeit macht auch vor erfahrenen Zockern nicht halt.

Screenshot aus dem Spiel The Climb (Foto: Crytek)

Gefährlich nah am Abgrund: "The Climb"

Knobelspaß für Kinder: "Fiete Choice"

Die App "Fiete Choice" richtet sich an Kindergartenkinder. Fiete ist ein liebevoll handgemalter Seemann, der durch 99 Level spaziert und auf seinem Weg allerlei Denkaufgaben lösen muss. In jedem Abschnitt werden mehrere Figuren oder Gegenstände angezeigt. Die Aufgabe ist es, herauszufinden, welches Objekt nicht zu den anderen passt. Wenig Schnickschnack, starke Kontraste, ein aufgeräumtes Design und der Verzicht auf Sprache, machen das Smartphone- und Tablet-Spiel für Kinder auf der ganzen Welt interessant. Dass die "Fiete"-Spiele - von denen es mittlerweile schon sechs Ableger gibt - bei den Kleinen gut ankommen, spiegelt das große Merchandise-Angebot wider. Längst gibt es Fiete-Bücher, Fiete-Trinkflaschen, Fiete-Sticker.

Hüpfende Schwabbelmonster für zwei: "Shift Happens"

"Shift Happens" ist ein wildes Jump 'n' Run, mit mehr als 40 quietschbunten Levels, das für zwei Spieler optimiert ist. Die Protagonisten sind Bismo und Plom, zwei schwabbelige Monster, die ihren Körper jederzeit miteinander tauschen können. Der kleine Bismo kann auf Knopfdruck die Figur des großen, dickbäuchigen Ploms übernehmen - und umgekehrt. Um im Spiel voranzukommen, müssen die Figuren zusammen arbeiten. Sie können sich gegenseitig hochheben und durch die Level werfen und müssen gemeinsam viele Rätsel lösen. Allein lässt sich "Shift Happens" zwar auch spielen, aber zu zweit macht es einfach mehr Spaß. Nicht zuletzt, weil es mit diesem Spielprinzip an die Anfänge der Heimkonsolen erinnert. An eine Zeit, in der es noch kein (schnelles) Internet gab und die Spieler sich keine Online-Multiplayer-Matches lieferten, sondern nebeneinander vor den Fernseher saßen.

Screenshot aus dem Spiel Shift Happens (Foto: Klonk)

Komm, wir springen um die Wette: "Shift Happens"

Auf Zeitreise mit dem Smartphone: "One Button Travel"

Die App "One Button Travel" entpuppt sich als interaktiver Roman - im Spielejargon heißt das "Text-Adventure". Der Spieler tauscht sich dabei mit einem Zeitreisenden aus und bestimmt mit seinen Antworten den Ausgang der Geschichte, die mit rund 55.000 Wörtern recht umfangreich ist. Anders als andere Games lässt sich "One Button Travel" allerdings nicht am Stück durchspielen. Es bestimmt nämlich selbst, wann es weiter geht. Mittels Push-Nachrichten auf dem Smartphone wird der Spieler aber immer wieder in den Dialog mit dem Zeitreisenden hineingezogen.

Buchstaben verändern die Welt: "Typoman"

"Denn eben wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein", legte einst Johann Wolfgang von Goethe in seiner Tragödie "Faust" Mephistopheles in den Mund. Ein Satz, der die Entwickler von "Typoman" zu einem außergewöhnlichen Spiel inspiriert hat. Das 2D-Jump 'n' Run führt den Spieler durch eine düstere Welt, in der Buchstaben zu Objekten werden. Die Hauptfigur heißt Hero und ist selbst aus Buchstaben zusammengesetzt. Ohne Kenntnisse der englischen Sprache kommt man allerdings nicht weit. Denn die Rätsel verlangen, dass der Spieler seine Umgebung mithilfe von Wörtern erkundet, die er aus den gefundenen Buchstaben bildet. Oft gibt es nicht nur eine Lösung zum Ziel, sondern unterschiedliche Varianten. Ein faszinierendes Spiel für Typografie-Freunde und Sprachliebhaber.

Screenshot aus dem Spiel Typoman (Foto: Brainseed Factory/Headup Games)

Ein Fest für Buchstabensüchtige: "Typoman"

Mit Panzern und Kanonen einmal quer durch die USA: "Path of War"

Es ist schon ziemlich erstaunlich, dass die App "Path of War" ausgerechnet aus Deutschland kommt und nicht aus den Vereinigten Staaten. Denn Ziel des Spiels ist, die USA zurückzuerobern. Nach einem Stromausfall herrscht im Westen des Landes Anarchie. Die gesamte Infrastruktur ist zusammengebrochen und die Regierung unterdrückt die Bevölkerung. Höchste Zeit für den Spieler, eine Rebellenmiliz zu gründen und diese immer besser auszurüsten. Sein Ziel ist es, sich von der Westküste bis nach Washington D.C. vorzukämpfen, um schließlich die Hauptstadt einzunehmen und das Land wieder unter Kontrolle zu bringen. "Path of War" ist ein kampfbetontes Strategiespiel für Smartphones und Tablets, das kostenlos erhältlich ist.

Der Deutsche Computerspielpreis

Mit dem Deutschen Computerspielpreis werden seit 2009 jährlich Spiele aus Deutschland ausgezeichnet. Eine Jury aus Spieleentwicklern, Spielern, Journalisten, Wissenschaftlern und Politikern wählt die Gewinner. Der Preis geht zurück auf eine Initiative des Deutschen Bundestags und der deutschen Spielewirtschaft. Ziel war und ist die Förderung heimischer Produktionen und der Spielekultur.

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