Die Ruinen von Rakka | Alle multimedialen Inhalte der Deutschen Welle | DW | 07.06.2018
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Die Ruinen von Rakka

Im Oktober 2017 wurde Rakka von der Herrschaft des "Islamischen Staats" (IS) befreit. Bei den Kämpfen ist die Stadt vollständig zerstört worden, nur Ruinen und Trümmer sind geblieben. Doch wie funktioniert das Leben im nordsyrischen Rakka heute?

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Der Naim-Platz - zu Deutsch "Paradies-Platz" - war einst das pulsierende Herz von Rakka, unter dem IS wurde er zum "Platz der Hölle". "Mitglieder der Terrormiliz IS haben Köpfe abgehackt und rund um den Platz aufgespießt", erzählt Lkw-Fahrer Khaled Sweila. Er zeigt auf Sitzreihen, die sich in der Nähe der Straße befinden und erklärt: "Hier hatten sie große Monitore, damit Kinder Strafen und Hinrichtungen sehen konnten. Das war Pflicht." Jetzt herrscht eine unheimliche Ruhe. Vor dem Krieg lebten 260.000 Menschen in Rakka. Die von den USA angeführten Luftangriffe befreiten die Stadt zwar vor der Herrschaft des "Islamischen Staats", aber sie machten Rakka nahezu dem Erdboden gleich. Der Australier Jamie Williams schloss sich dem Kampf gegen den IS an, entsetzt über den berüchtigten Terrorist Jihadi, den Australier Khaled Sharrouf. "Ich hätte liebend gerne einen dieser Kerle erwischt", wünscht sich Williams, der jetzt die Stadt nach Minen durchkämmt. "Als sie hierher kamen, brachten sie nur Chaos und Zerstörung mit sich", erzählt Wasna Ahmad El Mahammad, die ihre sechs Kinder vor dem IS beschützen musste. Jetzt suchen sie und ihr Bruder in den Trümmern ihres Hauses, das durch einen US-geführten Luftangriff zerstört wurde, nach Brauchbarem. "Ich glaube nicht, dass es auch nur annähernd wie zuvor sein wird. Aber ich werde leben und weiter bauen", sagt Wasna.