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Kultur

Die Rückkehr des Herminators

Pünktlich zur Alpinen Ski-Weltmeisterschaft 2003 war er wieder am Start: Hermann Maier. Über das unglaubliche Comeback des Skistars.

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Der Ski-Star Hermann Maier

Unglaublich, sensationell, Wahnsinn! Österreichs Skistar Hermann Maier hat wieder einmal Sportgeschichte geschrieben. Der 30-Jährige gewann den Weltcup-Super G in Kitzbühel. Erst wenige Wochen zuvor war Maier wieder in den Weltcup-Zirkus eingestiegen. Im Zielraum in Kitzbühel vergoss der sonst so abgebrühte Maier Freudentränen: "Ich war überwältigt. Ich hätte mir das nicht träumen lassen. Das ist mir eigentlich noch nicht so oft passiert, aber es ist einfach ein wunderschönes Gefühl. Weil mir auch Leute geholfen haben und mich wieder auf die Füße gestellt und den Fuß wieder heile gemacht haben. Das gehört einfach alles dazu, und dass ich das noch einmal schaffen kann, ist unglaublich."

Immer für einen Sieg gut

Vor zwei Jahren war Maier der unumschränkte Herrscher im alpinen Skisport, Doppelolympiasieger von 1998, Weltcupgesamtsieger. Sein unvergleichlicher Fahrstil, gepaart mit einem unbändigen Siegeswillen, schüchterte die Konkurrenz geradezu ein. Am 24. August 2001 dann der Schock: Bei einer Motorrad-Tour wird Maier von einem deutschen Rentner angefahren. Der Skistar landet im Straßengraben. Wegen eines offenen Unterschenkelbruchs droht zeitweise sogar eine Amputation seines rechten Beins. Ein langer Titannagel erinnert Maier noch heute an diese schwarzen Stunden. Es folgten eine lange Rehabilitation, gescheiterte Comeback-Versuche. Mit seinem Sieg in Kitzbühel hat Hermann Maier endgültig das Ticket für die Weltmeisterschaft in St. Moritz vom 1. bis 16. Februar gelöst. Und jeder weiß: Maier ist immer für einen Sieg gut. Der "Herminator" ist zurückgekehrt.