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Fußball

Die Rückkehr des doppelten Double-Trainers

Der 12. Spieltag hat es in sich: Nord-Derby, Aufsteiger-Duell, Abstiegskrimi und ein Topspiel: Der FC Bayern empfängt seinen Ex-Trainer Magath. Zum Auftakt gewann Spitzenreiter Leverkusen klar gegen Frankfurt.

Leverkusens Stefan Kießling feiert sein Tor zum 1:0 gegen Frankfurt. (Foto: AP)

Kießling feiert seinen achten Saisontreffer

Bayer 04 Leverkusen bleibt Tabellenführer der Fußball-Bundesliga. Gegen Eintracht Frankfurt gewann die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes am Freitag zum Auftakt des 12. Spieltags locker mit 4:0 (3:0). In einer furiosen Anfangsphase fielen vor 30.000 Zuschauern drei Treffer in den ersten elf Spielminuten. Stefan Kießling mit seinem achten Saisontor nach 72 Sekunden, Stefan Reinartz (6.), Toni Kroos (11.) und kurz vor Schluss Lars Bender (86.) erzielten die Leverkusener Tore. Nationaltorwart Rene Adler, der wegen einer Augenentzündung passen musste, wurde gegen harmlose Frankfurter nicht vermisst. Für unschöne Szenen sorgten Frankfurter Rowdys, die nach einer knappen halben Stunde bengalische Feuer abbrannten. Ein Fan versuchte, den Platz zu stürmen, wurde jedoch von den Sicherheitskräften gestoppt.

Magaths Rückkehr

Bayern-Trainer Felix Magath präsentiert die beiden Trophäen, die Meisterschale und den DFB-Pokal. Der FC Bayern München besiegte den FC Schalke 04 mit 2:1. (Foto: dpa)

Ex-Bayern-Trainer Magath mit den Trophäen seiner Zeit

Felix Magath kehrt zurück zu den Bayern, mit denen er einst als Trainer das Kunststück vollbrachte, das Double aus Meisterschaft und Pokal direkt zu wiederholen – bis heute ist das keiner anderen Mannschaft und auch keinem anderen Trainer gelungen. So einen bräuchten sie jetzt an der Säbener Straße, denn: der Rekordmeister wankt, ist fast raus aus der Champions League nach dem fatalen 0:2 gegen Girondins Bordeaux, und auch in der Liga läuft es nicht so wie gewünscht: Im Moment steht Bayern nicht mal mehr auf einem der internationalen Plätze. Es müssen schleunigst Erfolge her. Und jetzt kommt Schalke. 13 ihrer 21 Punkte haben die Königsblauen auf fremden Platz erkämpft - Schalke ist die auswärtsstärkste Mannschaft der Liga. Ein Aufbaugegner sieht anders aus. "In der Vergangenheit war der FC Schalke immer ein unangenehmer Gegner für den FC Bayern", erinnert sich Magath. "Zum anderen hatte Bayern ja das Champions-League-Spiel und wir konnten uns ausruhen. Insofern sehe ich uns da leicht im Vorteil."

Seinem Gegenüber Louis van Gaal gehen dagegen langsam die Erklärungen aus. Nach dem Champions-League-Schock gab er seinen Spielern erstmal trainingsfrei – mit folgender Begründung: "Sie müssen weg von diesem Fußball-Thema, um wieder den Fokus setzen zu können auf Schalke." Das hätte es so mit großer Sicherheit zu Zeiten Magaths nicht gegeben beim FC Bayern.

Dreimal Abstiegskampf pur

Sechs der sieben Letztplatzierten treffen in drei Spielen direkt aufeinander. Borussia Mönchengladbach (12.) ist nach dem Überraschungs-Auswärtssieg in Hamburg im Aufwind und hofft auf weitere Punkte gegen den kriselnden VfB Stuttgart (14.). Der VfB hat zumindest in den letzten beiden Spielen gegen den FC Bayern (0:0) und Sevilla (1:1) angedeutet, das Fußballspielen noch nicht verlernt zu haben.

Gladbachs Torschütze Rob Friend (vorne) jubelt nach dem Treffer zum 3:2 neben Hamburgs geschlagenem Torwart Frank Rost. Gladbach gewann mit 3:2. (Foto: dpa)

Gladbachs wichtiger Auswärtssieg in Hamburg - Rob Friend bejubelt den 3:2-Siegestreffer

Im zweiten Keller-Duell hofft Bochums neuer Trainer Heiko Herrlich auf seinen ersten Punktgewinn. Der Tabellen-Vorletzte empfängt Freiburg (13.), das die letzten vier Partien in Folge verloren hat. "Es war nicht einfach, die Mannschaft auf die Partie vorzubereiten", sagte Trainer Robin Dutt eine Woche nach dem Tod von Vereins-Präsident Achim Stocker. "Ich habe versucht, eine Verbindung zwischen Achim Stocker und dem Spiel herzustellen. Es wäre in seinem Sinne gewesen, dass wir versuchen, uns auf die sportliche Aufgabe zu fokussieren."

Lukas Podolski bejubelt einen Treffer (Foto: DeFodi)

Hoffnungsträger Podolski hofft auf Tore

Im dritten Abstiegsgipfel empfängt das Tabellen-Schlusslicht Hertha BSC den 1. FC Köln (15.). Trainer Friedhelm Funkel trifft auf seine alte Mannschaft, die trotz Nationalspieler Lukas Podolski enttäuschend in die Saison gestartet ist. Magere sechs Tore haben die Kölner in den elf Spielen erzielt, Hertha immerhin sieben.

Mit dem Abstieg hat der beste Aufsteiger Mainz 05 bisher überhaupt nichts zu tun – mit 13 von 15 möglichen Punkten ist Mainz die heimstärkste Elf der Liga. Die letzten vier Spiele im eigenen Stadion haben die Mainzer gewonnen – das kann auch gegen Mit-Aufsteiger Nürnberg (16.) so bleiben, wenn es nach Trainer Thomas Tuchel geht. "Wir haben eine herausragende Heimbilanz, und die haben wir zu Recht", sagt er. "Wir werden alles dafür tun, dass die so weiter bestehen bleibt."

Nordderby in Hannover

Der Hamburger SV reist nach dem Europacup-Knaller gegen Celtic Glasgow zum Nord-Derby nach Hannover, das sich nach dem 1:0-Auswärtssieg beim 1. FC Köln wieder einen Mittelfeldplatz gesichert hat.

Der deutsche Meister VfL Wolfsburg muss nach dem souveränen Auftritt gegen Besiktas Istanbul in der Champions League nach Hoffenheim. Die Hoffenheimer liegen in der Tabelle zwei Punkte vor den Wölfen. "Hoffenheim ist eine Mannschaft, die sehr offensivstark ist, die relativ früh versucht, das Spiel zu machen und Tore zu machen", weiß VfL-Trainer Armin Veh. "Da haben wir Platz. Das müsste uns ganz gut liegen."

Außerdem spielt Werder Bremen gegen Borussia Dortmund.

Autorin: Olivia Fritz / Arnulf Boettcher
Redaktion: Andreas Ziemons

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