Die Queen und ihr Tag in Berlin | Aktuell Deutschland | DW | 24.06.2015
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Aktuell Deutschland

Die Queen und ihr Tag in Berlin

Die britische Königin und ihr Prinzgemahl sind in der deutschen Hauptstadt unterwegs. Unsere Reporter Nina Werkhäuser, Kay-Alexander Scholz, Bettina Marx und Sabine Kinkartz haben den Besuch begleitet.

+++ Hotel Adlon, 16:00 Uhr +++ Die Queen und Prinz Philip gönnen sich jetzt ein wenig Ruhe. Das müssen die beiden auch, schließlich sind sie schon ein wenig älter. Heute abend geht es um 20 Uhr im Schloss Bellevue weiter. Zum Staatsbankett sind rund 140 Gäste eingeladen.

+++ Regierungsviertel, 15:40 Uhr +++ Die Berliner Begeisterung für die Queen macht sich der britische Premierminister David Cameron unmittelbar zunutze: Er weilt heute zu politischen Gesprächen in der Hauptstadt. Am Nachmittag wird er mit der Bundeskanzlerin über die Zukunft der EU sprechen - ob mit oder ohne Großbritannien. Am Abend nimmt Cameron am Staatsbankett teil, das der Bundespräsident zu Ehren von Königin Elisabeth im Schloss Bellevue gibt.

Die Berliner Polizei ist viel gewöhnt. Aber der Besuch der Queen gehört natürlich zu den wirklich großen Ereignissen. Wo die Eskorte unterwegs ist, wird alles gesperrt.

+++ TU, 15:33 Uhr +++ An der Seite von Bundespräsident Joachim Gauck verlässt die Queen die TU. Ein Kind überreicht ihr einen bunten Blumenstrauß, den sie mit einem Lächeln entgegen nimmt. Im Bentley fährt sie zurück zum Hotel Adlon. Dort wird sie sich ausruhen, denn am Abend erwartet sie noch ein Staatsbankett auf Schloss Bellevue.

+++ TU, 15:10 Uhr +++ Im Lichthof der TU spielt das Collegium Musicum, das gemeinsame Orchester von TU und FU für die Queen. "Land of Hope and Glory" von Edward Elgar ist neben der offiziellen Nationalhymne Großbritanniens "God save the Queen!", und "Rule Britannia" eine der Hymnen Englands.

Die Nachrichtenagentur dpa berichtet gerade, dass die Queen nach ihrer Rückkehr möglicherweise ihren Palast räumen muss. Nur vorübergehend natürlich. Aber der Buckingham-Palace ist dringend renovierungsbedürftig. Heizung und Stromkabel müssen erneuert werden, auch das Mauerwerk ist marode. Nach Angaben des früheren Pressesprechers des Königshauses, Dickie Arbiter, wurden einige der 775 Palasträume in den letzten 60 Jahren nicht mehr erneuert. Die Renovierungskosten werden auf rund 211 Millionen Euro geschätzt.

+++ 15:00 Uhr +++ Typisch Britisch: Immer ein wenig schräg. Neil MacGregor redet über königliche Hunde, britische Gartenkunst, James Bond und die Queen. Zweck seiner Rede war wohl, hier in Berlin ein Bild von Großbritannien zu vermitteln - als kurze Replik auf seine erfolgreiche Ausstellung über die Deutschen im Britischen Museum. Dahinter steckt aber wohl auch die Absicht, zu zeigen, wie viele Impulse von der Insel in die Welt gingen und gehen. Sei es in Sachen Parlamentarismus oder wenn es um die Rechte von Tieren geht, selbst vor Gericht. MacGregor schmeichelt der Queen: Selbst im Duden sei sie eine Besonderheit. "Es gibt keinen Plural."

Auch auf Twitter wird der Queen-Besuch verfolgt:

+++ TU, 14:30 Uhr +++ Feuerwerksmusik von Georg-Friedrich Händel beim Einzug der Queen. Sie zeigt sich überrascht, erneut auf die Kanzlerin zu treffen. Als Elisabeth II. vor 50 Jahren den Berlinern den jährlichen Vortrag "Queen's Lecture" stiftete, war die Stadt noch geteilt und vom Krieg gezeichnet. Und heute? Berlin boomt, zigtausende Briten reisen jährlich hierher. Was die Queen wohl darüber denkt? Der Vortrag beginnt. Neil MacGregor, Direktor des Britischen Museums und Gründungsintendant des Berliner Humboldt-Forums spricht - und zwar Englisch.

+++ TU, 14:00 Uhr +++ Die Plätze in den ersten Reihen werden neu arrangiert. Es heißt: Die Kanzlerin kommt auch noch überraschend dazu. Warum, wieso - das ist noch unbekannt. Vielleicht war das gemeinsame Gespräch mit der Queen zuvor so nett, dass Merkel ihre Pläne für den Tag umgeschmissen hat.

+++ Technische Universität (TU), 13:30 Uhr +++ 1200 Zuhörer werden bei der "Queen's Lecture" im Audimax erwartet. Chaos beim Einlass für die Journalisten. Nach einigen heftigen Wortgefechten war es dann doch möglich, den Laptop mitzunehmen. Sonst hätte es Lücken im Live-Ticker gegeben. Die Organisation ist verbesserungswürdig. Der Blumenschmuck ist mager und die Queen muss auf einem der alten Holzsitze Platz nehmen - selbst für sie gibt es kein Sitzkissen.

Die Fortsetzung lesen Sie hier:

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