1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kultur

Die Polizei im NS-Staat

Eine Ausstellung über Verbrechen der Polizei im Nationalsozialismus +++ Deutsch-chinesische Kulturarbeit +++ Deutsch-israelische Theaterpartnerschaft +++ Deutsches Know-How für armenische Kultur +++ Bio-Mode boomt

Tschako für Wachtmeister der Schutzpolizei zwischen 1935 und 1945 (Foto: DHM Bilder)

In den letzten Jahren haben sich viele deutsche Institutionen mit ihrer Geschichte während der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt. Die deutsche Polizei liegt daher - nach Ansicht von Experten - im Trend, wenn sie sich nun ihrerseits mit der NS-Vergangenheit beschäftigt. Und die ist, ebenso wie die vieler anderer gesellschaftlicher Einrichtungen, keineswegs rühmlich. Im Deutschen Historischen Museum in Berlin ist seit dem 1. April das Ergebnis zu besichtigen: die Ausstellung "Ordnung und Vernichtung. Polizei im NS-Staat".

Außerdem:

Deutsche Architektur in China

Marie-Gabrielle Capet: Atelierszene, 1808 © Bayerische StaatsgemäldesammlungenMünchen ( Foto: Sibylle Forster)

M.-G. Capet: Atelierszene

China ist das Land der Superlative – das gilt auch für das gerade umgebaute Nationalmuseum in Peking. Anfang März wurde es nach vierjähriger Renovierung wiedereröffnet, nun zählt es zu den größten Museen der Welt. Dort hat am 1. April Bundesaußenminister Guido Westerwelle die bislang größte Auslandschau deutscher Kunst eröffnet. "Die Kunst der Aufklärung“ heißt die Mega-Ausstellung, die rund 450 Exponate aus Dresden, Berlin und München zeigt. Umbau und Erweiterung des Museums wurden von deutschen Architekten geleitet:

Das renommierte Büro Gerkan, Marg und Partner hatte die Aufgabe, sich mit einem schwierigen Gebäude an einem politisch belasteten Ort auseinanderzusetzen.

Kulturmanagement

Was Kulturmanager tun, ist so verschieden wie die Länder, in denen sie arbeiten. Es kann um die Vermarktung populärer Ausstellungen gehen - aber auch darum, erst mal kulturelle Institutionen und Netzwerke aufzubauen. Das Know-How dafür kriegt man nicht an jeder Uni der Welt. Darum bietet das Goethe-Institut für Kulturmanager aus Zentralasien und Osteuropa ein Training in Deutschland an - praktische Arbeit bei einer Kulturinstitution inklusive.

Deutsch-israelisches Theaterprojekt


Szenenausschnitt aus dem Stück They call me jeckisch, eine gemeinsame Produktion des Theaters Heidelberg und des Beit Lessin Theaters Tel Aviv(Foto: Markus Kaesler/Theater Heidelberg Spielzeit 09_10)

Die Schauspieler Hadas Kalderon und Michael Hanegbi



Das Stadttheater Heidelberg und das Theater "Beit Lessin" in Tel Aviv haben eine auf zwei Jahre angelegte Partnerschaft geknüpft - und sich dafür das Motto "Familienbande" ausgesucht. Die Familie als kleinste gesellschaftliche Einheit, als eine Art Brennglas, in dem sich die großen sozialen und politischen Konflikte widerspiegeln. In dem Dokumentarstück "They call me jeckisch" beschäftigen sich die Schauspieler mit den "Jeckes". Dies war ein Spitzname für deutschstämmige Juden, die Anfang des 20. Jahrhunderts ins damalige Palästina und später nach Israel einwanderten. Sie hatten es schwer, in der israelischen Kultur Fuß zu fassen. Weil sie auch bei großer Hitze nicht ohne Jacke aus dem Haus gingen, nannte man sie "Jeckes". Noch heute bezeichnen sich viele Israelis mit deutschen Wurzeln als "Jecke" – und etwa 200.000 haben einen deutschen Zweitpass.

Design mit Bewusstsein

Die Einstellung der Menschen zu ökologischen Problemen scheint sich zu verändern. Wer es sich leisten kann, will der eigenen Gesundheit und der Umwelt zuliebe rücksichtsvoller leben. So kommen Bio-Produkte immer häufiger auf den Tisch - oder es wird zu Ökostrom gewechselt. Das Thema macht auch vor den Kleiderschränken der Deutschen nicht halt. Ob aus Biobaumwolle, Recyclingmaterial oder fairem Handel: Die "grüne" Mode ist trendy. Doch wie "bio" oder wie "fair" sind diese Produkte und wo findet man die wirklich "saubere" Ware?

Moderation: Conny Paul