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Deutschland

"Die Panzer unser letztes Argument"

Von Adenauer bis Ulbricht: Der 17. Juni 1953 in Zitaten

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Von den "Provokationen" überrascht: SED-Chef Walter Ulbricht

"Schonungslos müssen wir feststellen: Die Provokationen am 17. Juni haben die Partei überrascht."
Walter Ulbricht in einem internen SED-Kommuniqué, Juli 1953.

"Was die praktische Organisation des Putsches anbetrifft, so haben ungezählte Tatsachen bewiesen, dass sie von West-Berlin und westdeutschem Boden ihren Ausgang nahm".
Otto Grotewohl, Ministerpräsident der DDR

"Am 17. Juni 1953 drangen Provokateure in die DDR ein und gewannen in Berlin, Leipzig, Halle und einigen anderen Städten der DDR Gruppen von Werktätigen zum Streik."
DDR-Schulbuch "Staatsbürgerkunde", 1987.

"Der ganzen Welt haben sie gezeigt, dass die Deutschen keine Sklaven sein wollen."
Konrad Adenauer auf der Trauerkundgebung für die Opfer des 17. Juni.

"Der 17. Juni ist uns ein Tag der Trauer, er ist uns ein Tag der Treue, er ist uns ein Tag des Mutes und der Hoffnung."
Konrad Adenauer (1959)

'Die Arbeiter sind zwar geschlagen worden, aber sie sind nicht besiegt. Besiegt sind ganz andere, das wird die Geschichte lehren."
Herbert Wehner, Sprecher der SPD-Fraktion (1953)

"Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?"
Bertolt Brecht in seinem Gedicht "Die Lösung"

"Der 17. Juni hat die ganze Existenz verfremdet. "
Notiz von Bertolt Brecht in seinem "Arbeitsjournal".

"Wir wehren uns gegen unwahre, lückenhafte und beschönigende Information."
Der von Erich Loest geführte Leipziger Schriftstellerverband in einer Resolution vom Juni 1953.

"Vier Jahre an der Macht, und so weit sind wir: Die Panzer unser letztes Argument."
Heiner Müller, in seinem Drama "Wolokolamsker Chaussee"

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