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Aktuell Kultur

Die Oscars der Opernwelt

Am Montag Abend wurden die zweiten International Opera Awards in London verliehen. Wie im vergangenen Jahr waren Künstler und Opernhäuser aus Deutschland vorne dabei.

Die glanzvolle Zeremonie im Londoner Grosvenor House Hotel unterstrich die Lebendigkeit der internationalen Opernszene: 700 Gäste, darunter viele Klassik-Stars, waren anwesend, als der walesische Tenor Wynne Evans durch den Abend führte.

Als bester Dirigent 2014 wurde Kirill Petrenko ausgezeichnet, der künstlerische Leiter der Bayerischen Staatsoper in München. Der Preis für den besten Chor ging an die Richard Wagner Festspiele in Bayreuth. Zum besten Sänger wählte die internationale Jury den australischen Heldentenor Stuart Skelton, beste Sängerin ist die deutsche Sopranistin Diana Damrau.

Die Auszeichnung als bester Regisseur erhielt der Australier Barrie Kosky, künstlerischer Leiter der Komischen Oper in Berlin. Bestes Opernhaus des Jahres ist die Oper Zürich, bestes Festival das "festival international d'art lyrique" in Aix-en-Provence. Die amerikanische Mezzosopranistin Jamie Barton wurde zur besten jungen Sängerin ernannt.

Junge Talente und Lebenswerk

Salzburger Festspiele - Probe Ascanio in Alba Diana Damrau

Diana Damrau bei einer Probe in Salzburg

Neben dem Preisgewinner Stuart Skelton traten bei der Gala Duncan Rock auf, der in der Kategorie "bester junger Sänger“ nominiert worden war, sowie die Sängerin Susana Gasper. Der Kartenerlös kam einem Fonds zur Förderung junger Operntalente zugute. Posthum wurde Gerard Mortier für sein Lebenswerk geehrt. In seiner über 30jährigen Karriere leitete der im vergangenen Monat im Alter von 70 Jahren verstorbene Operndirektor das Teatro Real in Madrid, die Pariser Oper und die Salzburger Festspiele.

Die Preise wurden in insgesamt 21 Kategorien vergeben. Gegründet wurden die International Opera Awards von John Allison, dem Herausgeber des renommierten englischen Opernmagazins "Opera" und vom Opernliebhaber Harry Hyman, dem Managing Director der weltweit tätigen Nexus Group. Bereits im ersten Jahr galten die Awards als die "Oscars" der Opernwelt.

rf / jb (dpa / limelightmagazine)