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Asien

Die "Nippon Connection"-Story

Schon zum zehnten Mal findet seit Mittwoch (14.04.) das japanische Filmfestival "Nippon Connection" in Frankfurt statt. Längst ist es zu einer bekannten Plattform für japanisches Kino in Deutschland geworden.

Bild aus dem japanischen Film Zero Fokus

Bild aus dem japanischen Film "Zero Focus"

Blockbuster aus Hollywood, die mit Weltstars, Millionen-Budgets und technisch immer perfekteren Special Effects aufwarten sind aus deutschen Kinos nicht wegzudenken. Woche für Woche starten hierzulande neue Produktionen aus der Traumfabrik Hollywood. Auch Filme aus dem europäischen Ausland finden ihren Weg auf die Leinwände. Schwieriger wird es, wenn man auf der Suche nach japanischen Filmen ist. Sie führen in Deutschland noch immer ein Schattendasein. Zwar gibt es Ausnahmen wie zum Beispiel die Zeichentrickfilme "Prinzessin Mononoke", "Chihiros Reise ins Zauberland" oder "Das wandelnde Schloss" von Regisseur und Anime-Meister Hayao Myazaki. Aber in die Spielpläne der großen Kinos schaffen es viele Werke aus Fernost nicht.

Plakat zu dem japanischen Film The Chef of South Polar, mit dem das Festival eröffnet wird

Plakat zur Komöde "The Chef of South Polar" - dem Eröffnungsfilm

Kino "made in Japan" in Frankfurt

Genau das störte schon vor mehr als zehn Jahren zwei Asien-begeisterte Filmwissenschaftsstudenten aus Frankfurt. Und sie beschlossen zu handeln: Marion Klomfaß und Holger Ziegler entwickelten den Plan, japanische Filme im 16mm-Format an ihrer Universität zu zeigen. Aber aus der kleinen studentischen Initiative wurde schnell mehr. Statt 16mm-Material versuchten die Organisatoren jetzt, aktuelle japanische Filme auf 35mm-Kopien - in Kinoqualität - zu beschaffen. Es war die Geburtsstunde des ersten "Nippon-Connection"-Filmfestivals, das im April 2000 stattfand. Eigentlich hatten die Veranstalter mit nicht mehr als 1500 Besuchern gerechnet - denn das Programm entsprach mit den japanischsprachigen Filmen und englischen Untertiteln ja nicht gerade dem Massengeschmack. Dann aber wurden die Erwartungen bei weitem übertroffen: Rund zehntausend Besucher wollten sehen, was das japanische Kino zu bieten hatte.

Wegen der großen Nachfrage beschloss das Team um Marion Klomfaß und Holger Ziegler, das Festival weiterzuführen. Seit 2002 findet es jährlich statt, ist zu einer festen Größe für Fans geworden. Die meisten Filme, die in Frankfurt gezeigt werden, erleben hier ihre Deutschland-, Europa- oder sogar Weltpremiere. Mittlerweile ist "Nippon Connection" die größte Plattform für den aktuellen japanischen Film außerhalb Japans.

Autorin: Esther Broders
Redaktion: Mathias Bölinger

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