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Reise

Die neue Welt in der alten Wartburg

Sie wird die deutscheste aller Burgen genannt, um sie zu erreichen muss man sich anstrengen, so steil ist der Weg dorthin. Die Wartburg über Eisenach ist nichtsdestotrotz eine rege besuchte Touristenattraktion.

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Majestätisch thront die Wartburg seit fast 1000 Jahren auf dem 400 Meter hohen Felsplateau bei Eisenach. Der Legende zufolge wurde die Wartburg im Jahre 1067 von Graf Ludwig dem Springer gegründet. Im Jahre 1080 wurde sie das erste Mal schriftlich von Bruno, Bischof von Merseburg, erwähnt. Um 1155 wurde sehr wahrscheinlich mit dem Bau des Hauptgebäudes der Burg, des Palastes begonnen, der in seiner Art bis dahin einzigartig war und heute als der besterhaltene romanische Profanbau nördlich der Alpen gilt.

Mauer-Geschichten

Die dicken Mauern der Festungsanlage könnten viele Geschichten erzählen, denn die Wartburg war Schauplatz zahlreicher historischer Ereignisse: Obwohl nur Legende, wird der sagenhafte Sängerkrieg im Jahr 1206 (Teilnehmer sollen u.a. Wolfram von Eschenbach und Walther von der Vogelweide gewesen sein) der Burg als Austragungsort zugeschrieben.

Von Mai 1521 bis März 1522 verbarg sich der Reformator Martin Luther dort und übersetzte das Neue Testament. Die Lutherstube ist seit Jahrhunderten Ziel zahlreicher Besucher. Goethe genoss 1777 während eines fünfwöchigen Besuchs die idyllische Landschaft des Thüringer Walds, und im Jahr 1817 versammelten sich 500 Studenten zum "Wartburgfest", der ersten bürgerlich-demokratischen Versammlung in Deutschland.

Burg als Konzertsaal

Im ältesten Bau der Burganlage, im spätromanischen Palast aus dem 12. Jahrhundert, finden heutzutage Musikkonzerte statt. Wer nicht nur Schönes hören, sondern auch Interessantes sehen will, kann sich bei einem Rundgang durch die Anlage, die heute zum Weltkulturerbe zählt, unter anderem das Burgmuseum mit Kunstschätzen aus acht Jahrhunderten anschauen. Gezeigt werden Bildteppiche, mittelalterliche Musikinstrumente und die Bestecksammlung des Freiherrn Gottfried von und zu Egloffstein. Die Ausstellung umfasst insgesamt 600 Objekte. (pg)

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