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Kultur

Die neue Ära Klinsmann

In München rollt wieder der Ball. Mit neuem Trainer und neuem Elan startet der FC Bayern die Vorbereitungsphase für die kommende Bundesliga-Saison.

Klinsmann und Spieler beim Auftakttraining (AP Photo/Christof Stache)

Von nun an gibt Klinsmann bei Bayern die Richtung an

Das wichtigste Thema auf dem Trainingsgelände des FC Bayern München am ersten Arbeitstag von Jürgen Klinsmann war die Zukunft: Es wird alles noch besser, moderner, professioneller, internationaler und grandioser. Einfach anders als München es bisher gewohnt war, und in München war man schon immer gewohnt, nur das Beste zu haben.

Die Zukunft begann am Montag (30.06.2008) um Punkt 15.30 Uhr, als Klinsmann und sein mehrköpfiger Stab - bestehend aus Co-Trainer Martin Vasquez, Chef-Scout Nick Theslof sowie Torwart- und Fitness-Trainern - den Haupttrainingsplatz betraten.

Jürgen Klinsmann und Martin Vasquez beim Training (AP Photo/Diether Endlicher)

Das Trainerduo beweist Ballgefühl

Die mehr als 1000 Fans, die zum Trainingsauftakt des deutschen Meisters erschienen, sahen einen sehr kumpelhaften Jürgen Klinsmann, der nach jeder Übung den direkten Kontakt mit den einzelnen Spielern suchte, um Ratschläge zu erteilen.

Um 17.05 Uhr war die Vorstellung schon zu Ende. Auf der Terrasse vor dem Trainingsplatz wartete auf Klinsmann Manager Uli Hoeneß, der die innovativen Methoden des neuen Trainers aus der Ferne beobachtet hatte, um sich mit ihm auszutauschen. Beide sahen sehr zufrieden mit dem Tagesablauf aus.

Neues architektonisches Gesicht

Für die Fans blieb Klinsmann nicht die einzige Neuerscheinung. Auch optisch bekamen sie die Veränderungen des Vereins zu spüren. Das Vereinsgebäude des FC Bayern wurde in weiten Teilen umgebaut, modernisiert und sogar neu getauft: Leistungszentrum heißt es nun vielversprechend.

Ein modernes Service Center samt einem neuen 250 Quadratmeter großen Fanshop wurde eröffnet, die Zäune rund um den Haupttrainingsplatz verhindern nicht mehr den Blick auf das Übungsfeld und es gibt sogar eine Zuschauertribüne für die treuen Anhänger des Clubs.

Die Führung vom FC Bayern hat viel an die Fans gedacht, nachdem Gerüchte kursierten, dass sie in der Ära Klinsmann nicht mehr willkommen sein würden. "Es ist so ein Unsinn zu glauben, dass der Verein nicht mehr die Nähe zum Volk will. Ich kann garantieren, dass es immer wieder offene Trainingseinheiten geben wird", beruhigte Paul Breitner, Sonderberater des FC Bayern, die Fans. Dementsprechend sind alle Trainings der ersten Klinsmann-Woche für Besucher zugänglich.

Auch die Spieler, die am Montag zum ersten Mal auf Jürgen Klinsmann trafen bekamen viel mit von dem neuen Wind, der durch ihren Club weht. In Zukunft parken sie nicht mehr in Reichweite der Fans oder der Presse. Dafür erwartet sie nun ein bequemer Parkplatz im Untergeschoss, sowie neue Fitnessräume, eine Chillout-Lounge zum Entspannen und ein weiteres Rasen- und Kunstrasenfeld.

Längere Arbeitszeiten für Spieler und Trainer

Nach dem internationalen Modell von erfolgreichen Clubs aus Italien, England und Spanien werden sich die Bayern-Profis definitiv auf einen 8-Stunden-Arbeitstag einstellen müssen. "In der Vergangenheit hatte man eine Trainingseinheit am Vormittag, die andere am Nachmittag. Dadurch hatten die Spieler nur wenig Zeit, um sich zu duschen, nach Hause zu rennen und dann zurückzufahren", verteidigte Paul Breitner den neunen Trainingsrhythmus.

Klinsmann und Spieler beim Auftakttraining (AP Photo/Christof Stache)

Klinsmann scheint sich wohl zu fühlen in seiner neuen Rolle

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Spieler dagegen wehren werden. Von einem Michael Ballack habe ich gehört, dass er sehr selten vor 16 Uhr wieder zu Hause ist", ergänzte Manager Hoeneß.

An seinem ersten offiziellen Tag als Trainer des FC Bayern München schaffte auch Klinsmann nicht vor 16 Uhr den Weg nach Hause, oder besser gesagt in sein vorübergehendes Domizil, ein exklusives Hotel im Stadtzentrum Münchens. Beim gemeinsamen Abendessen mit dem Trainerstab analysierte Klinsmann dann die Erfahrungen des ersten Tages und plante die kommenden Wochen als Reformer des FC Bayern München. Erst danach begann für ihn der wohlverdiente Feierabend.

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