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Filme

Die Nacht der Nächte

Alter Glanz in neuer Kulisse - unter diesem Motto könnte die diesjährige Oscar-Verleihung stehen. Bei der Gala-Nacht am Sonntag (24. März 2002) in Hollywood ist das Oscar-Rennen ziemlich offen.

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Das offizielle Oscar-Plakat 2002

Goldoscar

Der kleine Mann ist heiß begehrt

So spannend wie bei keiner Oscar-Show der letzten Jahre wird es am Sonntagabend in Los Angeles im nagelneuen Kodak-Theater zugehen, wenn Hollywood-Stars wieder die berühmten Sieger-Umschläge öffnen. Ob das Fantasy-Märchen "Der Herr der Ringe", das Drama um Genie und Wahnsinn "A Beautiful Mind" oder "In the Bedroom", ein Film über einen Rachemord, Hollywoods begehrteste Ritterfigur gewinnt, ist völlig offen. Ebenso könnten das Musical "Moulin Rouge" oder der satirische Krimi "Gosford Park" am Ende der dreistündigen Show, die erstmals seit 1960 wieder in dem Ort Hollywood stattfindet, zum besten Film des Jahres 2001 gekürt werden.

"Fast wie beim Pferderennen"

Hollywood

Ebenso unterschiedlich wie die Vorhersagen der Filmkritiker fielen in den letzten Monaten auch die Preisentscheidungen der verschiedenen Fachverbände aus, die früher stets als Oscar-Indikatoren betrachtet wurden. "Das ist in diesem Jahr fast wie beim Pferderennen", sagte die Produzentin der Show Laura Ziskin. "Und das macht die Show so aufregend." Dazu dürfte auch die Gastgeberin Whoopi Goldberg beitragen, von der ein paar kräftige Seitenhiebe auf die Traumfabrik erwartet werden. Zu den Highlights der Nacht gehört ein Auftritt von Paul McCartney, der mit "Vanilla Sky" einen Oscar für den besten Filmsong gewinnen könnte.

Liegt Russell Crowe wieder vorn?

Russell Crowe in A Beautiful Mind

Russell Crowe in "A Beautiful Mind"

Bei allem Mangel an Vorhersagbarkeit scheint ein Star mit einem Vorsprung ins Finale zu gehen: Russell Crowe hat für seine Darstellung des unter Schizophrenie-Anfällen leidenden Mathematik-Genies John Nash bisher alle wichtigen Schauspielerpreise abgeräumt. Sollte er auch den Oscar als Hauptdarsteller bekommen, wäre dies nach "Gladiator" im vergangenen Jahr sein zweiter Sieg in direkter Folge. Zwei Hauptdarsteller-Oscars hintereinander haben bisher nur Tom Hanks und Spencer Tracy gewonnen.

Kampf um die Gunst der Filmakademie

Für Aufsehen hatten aggressive Werbekampagnen der Studios gesorgt, für die Rekordsummen ausgegeben wurden. Skrupellos wurde im Kampf um die Gunst der 5700 stimmberechtigten Mitglieder der US-Filmakademie auch mit unlauteren Mitteln gearbeitet. So geriet "A Beautiful Mind" ins Fadenkreuz einer Schmähkampagne, die darauf abzielte, den Helden des Films - den Nobelpreisträger John Nash - als Judenhasser darzustellen. Nach Einschätzung der US-Filmpresse könnte die allzu durchsichtige Kampagne dem Film jedoch eher genützt als geschadet haben.

Nur ein Afroamerikaner als Hauptdarsteller geehrt

Schauspieler Denzel Washington

Schauspieler Denzel Washington

Begleitet wird die Oscar-Gala von einer anhaltenden Debatte darüber, wieso bisher so wenige afro-amerikanische Stars mit den höchsten Preisen der US-Filmindustrie ausgezeichnet wurden. Ausgelöst wurde sie dadurch, dass mit Halle Berry, Denzel Washington und Will Smith erstmals seit Jahrzehnten wieder drei schwarze Stars auf Oscars als beste Hauptdarsteller hoffen können. In der 74-jährigen Geschichte der Oscar-Verleihungen ist bisher nur ein Afroamerikaner als Hauptdarsteller geehrt worden. Sidney Poitier, der den Preis 1963 entgegen nehmen konnte, wird diesmal mit einem Sonder-Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet. dpa/(pg)

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