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Top-Thema – Podcast

Die Mutter aller Buchmessen

Jedes Jahr kommen Verleger, Schriftsteller und Leser aus aller Welt zur Frankfurter Buchmesse. Sie ist nicht nur die größte, sondern auch die wichtigste Messe, wenn es um Bücher geht.

"Jeder kommt nach Frankfurt, weil jeder nach Frankfurt kommt." Was sich zunächst wie ein Witz anhört, ist seit vielen Jahren das Erfolgsgeheimnis der Frankfurter Buchmesse. Jedes Jahr im Oktober kommen Tausende Mitarbeiter von Verlagen, Buchhandlungen, Bibliotheken und vor allem Schriftsteller und Buchliebhaber in die Stadt am Main, um sich zu informieren und auszutauschen. Wenn es um die Zahl der Journalisten geht, können weder die Olympischen Spiele noch die Fußballweltmeisterschaft mithalten.

Gut zwei Drittel der Aussteller kommen aus dem Ausland: Zwar haben inzwischen die meisten europäischen, asiatischen und amerikanischen Länder ihre eigenen Buchmessen. Aber nur Frankfurt bietet die Gelegenheit, all diejenigen zu treffen, die wirklich von Bedeutung sind.

Die Messe hat eine lange Tradition: Bereits seit dem Spätmittelalter wurden hier Manuskripte gehandelt. Auch Gutenberg, der Erfinder des Buchdrucks, kam nach Frankfurt, um seine Produkte zu verkaufen. Heutzutage sind mehr als 7.000 Firmen aus rund 100 Ländern in Frankfurt präsent.

Ein wesentlicher Grund für den Erfolg der Messe ist die Tatsache, dass man fast immer ein gutes Gespür für die Entwicklung des weltweiten Buchmarktes hatte. Seit den 1980er Jahren stellt die Buchmesse Gastländer oder Gastregionen vor. Diese haben die Chance, ihre Literatur vor einem internationalen Publikum zu präsentieren. Auch die Filmindustrie und die elektronischen Medien sind mittlerweile wichtige Themen. Immer weniger Bedeutung hat hingegen das Fachpublikum – nur noch 2 Prozent der rund 300.000 Besucher sind Buchhändler.


Glossar

Messe, die – hier: eine Veranstaltung, auf der Firmen ihre Produkte vorstellen

Verlag, der – ein Unternehmen, das Bücher, Zeitschriften oder Zeitungen veröffentlicht

Buchliebhaber/in, der/die – jemand, der gerne Bücher liest

Main, der – der Fluss, der durch die Stadt Frankfurt fließt

sich austauschen – miteinander sprechen; über seine Erfahrungen reden

mithalten – so gut sein wie jemand anderes

gut (mit Mengenangaben) – etwas mehr als

Aussteller, der – hier: ein → Verlag, der seine Produkte auf einer → Messe vorstellt

jemand/etwas ist von Bedeutung – jemand/etwas ist sehr wichtig

Spätmittelalter, das – der Zeitraum der europäischen Geschichte von der Mitte des 13. bis zu dem Ende des 15. Jahrhunderts

Manuskript, das – der Text, bevor er gedruckt wurde

rund – ungefähr

präsent sein – da sein; anwesend sein

wesentlich – wichtig

ein Gespür für etwas haben – hier: wissen, wie sich etwas entwickeln wird

Medien, die (Plural) – Fernsehen, Zeitungen, Radio und Internet

Fachpublikum, das – hier: Besucher, die (meist) beruflich mit etwas zu tun haben


Fragen zum Text

1. Die Frankfurter Buchmesse ist die wichtigste ihrer Art, weil dort …

a) bereits im Mittelalter Manuskripte gehandelt wurden.

b) alle Aussteller zusammenkommen, die von Bedeutung für den Buchmarkt sind.

c) Gastländer ihre Literatur vorstellen.

2. Die Frankfurter Buchmesse gibt es bereits seit …

a) den 1980er Jahren.

b) dem Buchdruck.

c) dem Spätmittelalter.

3. Auf der Messe gibt es für Buchhändler und Verlage die Gelegenheit, …

a) mitzuhalten.

b) sich auszutauschen.

c) sich anzuhören.

4. Welches Wort passt hier nicht? "In Frankfurt können sich Verlage und Schriftsteller …"

a) präsentieren.

b) vorstellen.

c) präsent sein.

5. Ergänzen Sie diesen Satz: "Die Frankfurter Messe hat ein gutes Gespür dafür, was für den Buchmarkt …"

a) von Bedeutung ist.

b) bedeutet.

c) Bedeutung zu haben.

Arbeitsauftrag

1. Recherchieren Sie, welche Gastländer oder Gastregionen es in den letzten 10 Jahren auf der Frankfurter Buchmesse gab.

2. Welche Schriftsteller oder Bücher aus Ihrem Land würden Sie persönlich auf der Frankfurter Buchmesse vorstellen, und warum?

Autor: Holger Ehling/Lukas Völkel

Redaktion: Shirin Kasraeian

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