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Musik

Die Musikwelt trauert um Chuck Berry

Er selbst gab sich bescheiden, doch für die meisten ist klar: Chuck Berry war der "wahre Pionier des Rock 'n' Roll". Das zeigen auch die Reaktionen auf seinen Tod. Chuck Berry starb am Samstag im Alter von 90 Jahren.

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Chuck Berry gestorben

Als bekannt wurde, dass der legendäre Sänger, Songschreiber und Gitarrist Chuck Berry gestorben ist, ließen die Reaktionen nicht lange auf sich warten. Mick Jagger - Frontman der Rolling Stones - bedankte sich auf Twitter "für all die inspirierende Musik". Berry habe Licht in seine Teenager-Jahre gebracht und ihn davon träumen lassen, Musiker zu werden. "Chuck, du warst großartig und deine Musik ist in uns für immer eingraviert."

Aktiv bis zuletzt 

Chuck Berry starb am Samstag in seinem Haus in Missouri. Er hatte - trotz seines hohen Alters - noch bis August letzten Jahres auf der Bühne gestanden. Für dieses Jahr war zudem eine neues Album angekündigt worden, das erste nach fast 40 Jahren. Bruce Springsteen bezeichnete Barrys Tod als "ungeheuren Verlust". Für ihn war Chuck Berry der "größte" Interpret und Gitarrist in der Geschichte der Rockmusik und zudem der beste Komponist des "puren Rock 'n' Roll". Springsteen spielte in den 1970er Jahren in Berrys Band. 

Auch Ringo Starr, der einstige Schlagzeuger der Beatlers, verneigte sich vor "Mr. Rock 'n' Roll". Und US-Musiker Lenny Kravitz erklärte: "Keiner von uns würde hier sein ohne dich." 

"Ich war nur eine Speiche im Rad"

Chuck Berry gilt als einer der Gründungsväter des Rock 'n' Roll. Er selbst gab sich jedoch bescheiden. "Ich war nur eine Speiche im Rad", sagte er 1987 in einem seltenen Interview mit dem US-Fernsehen. Auch Kollegen wie Elvis Presley und Little Richard seien Väter des Rock'n'Roll. "Wir alle haben den Ball ins Rollen gebracht."

Für Rod Stewart aber hat alles mit Berry angefangen. "Er hat uns alle inspiriert", schreibt er auf Twitter. Die "Rock and Roll Hall of Fame" würdigte Berry als den "originalen Sound des Rock 'n' Roll". Und der US-Comedian Marc Maron schreibt schlicht: "Der König ist tot."

 Bill Clinton und Tony Blair posieren mit Chuck Berry nach einem Konzert in Denver 1997 (picture-alliance/dpa)

Er begeisterte sie alle: Bill Clinton (l.) und Tony Blair (r.) posieren mit Chuck Berry nach einem Konzert in Denver 1997

Auch Ex-Präsident Bill Clinton meldete sich zu Wort: "Der Mann war untrennbar von seiner Musik - beide waren komplett originell und sehr amerikanisch. Er hat unsere Füße in Bewegung gesetzt und Freude in unsere Herzen gebracht. Und währenddessen hat er unser Land und die Geschichte der Musik verändert."

Literaturnobelpreisträger und Musikkollege Bob Dylan hatte schon vor einigen Jahren dem Musikmagazin "Rolling Stone" gesagt, dass Berry in seinem Universum "unersetzlich" sei. "Solange Chuck Berry da ist, ist alles, wie es sein soll." 

pl/pg (dpa, afpd)

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