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Amerika

Die meisten Schweinegrippe-Toten in Brasilien

Die Zahl der Toten nach einer Infektion mit dem neuen Grippe A-Virus ist in Brasilien auf 557 gestiegen. Damit meldet das Land erstmals mehr Tote als die USA und Argentinien.

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Der Mundschutz gehört in den Metropolen Lateinamerikas inzwischen zum Alltag

Das brasilianische Gesundheitsministerium hat am Mittwoch (26.8.2009) bekannt gegeben, dass die Zahl der Toten durch das A/H1N1-Virus auf 557 angestiegen ist. Laut Europäischem Zentrum für Krankheitsprävention und Kontrolle, das mit der Erfassung dieser Daten betraut ist, liegt das Land damit erstmals vor den USA mit 522 Toten. Argentinien war mit bislang 439 Toten das Land Lateinamerikas, das die meisten Opfer zu verzeichnen hatte.

Deutschland Schweinegrippe Pandemie Impfung

Ab 2010 soll in Brasilien flächendeckend gegen das A/H1N1-Virus geimpft werden

Das Ministerium hat jedoch betont, umgerechnet auf seine 190 Millionen Einwohner liege Brasilien bei der Zahl der Schweinegrippe-Toten weltweit auf Rang sieben hinter Argentinien, Chile, Costa Rica, Uruguay, Australien und Paraguay. Die USA mit 300 Millionen Einwohnern folgen auf Platz 13.

Das brasilianische Gesundheitsministerium hat Finanzmittel in Höhe von rund einer Milliarde Dollar für den Kauf von 73 Millionen Impfstoff-Dosen, des Grippemittels Tamiflu und weiterer medizinischer Ausrüstung zur Verfügung gestellt. Der Impfstoff soll der Bevölkerung Anfang des kommenden Jahres zur Verfügung stehen, wenn mit Einbruch des Winters eine neue Grippe-Welle erwartet wird. Laut Ministerium ist die Zahl der Infektionen zur Zeit jedoch rückläufig.

Mexiko verhandelt über Impfstoff

Die Regierung Mexikos verhandelt unterdessen mit zwei europäischen Pharmaherstellern über den Kauf von zusätzlichen 10 Millionen Impfstoff-Dosen gegen das Grippe A-Virus, zusätzlich zu den für den kommenden Winter vorgesehenen 20 Millionen. Dafür benötigt die mexikanische Regierung einen Kredit von 400 Millionen Dollar von der Weltbank, hat Gesundheitsminister José Ángel Córdova am Mittwoch bekannt gegeben. Gleichzeitig verhandelt Mexiko mit China über die Entwicklung eines neuen Impfstoffes, der den bisherigen Preis der großen Pharmakonzerne von 7 Dollar pro Impfung deutlich unterbieten soll. Mexiko, das Ursprungsland der sogenannten Schweinegrippe, hat bereits 20.966 Erkrankungen und 179 Todesfälle zu verzeichnen.

Bildergalerie - Schweinegrippe, freies Format

Schweinegrippe-Virus unter dem Elektronenrastermikroskop

Koumbien verstärkt Frühwarnsystem

In Kolumbien ist die Zahl der Toten auf insgesamt 29 gestiegen, 478 Menschen sind erkrankt. Das hat das Ministerium für soziale Sicherheit am Mittwoch auf seiner Homepage bekannt gegeben.

Die Hauptstadt Bogotá ist am stärksten betroffen. Hier wurden bislang 20 Todesfälle und 252 Erkrankungen gemeldet. Vor allem das Frühwarnsystem und die zuverlässige Analyse in den Krankenhäusern soll nun verstärkt werden, so das kolumbianische Gesundheitsministerium.

Der amerikanische Kontinent ist laut Weltgesundheitsorganisation mit 90 Prozent der weltweiten Grippefälle am stärksten von der Pandemie betroffen. Auch wenn in Brasilien mit bislang 557 die meisten Todesfälle zu verzeichnen sind, bleibt Argentinien mit mindestens 439 Schweinegrippe-Toten das Land mit der höchsten Sterberate pro Einwohner. (mge/li/AP/AFPD/EFE/Lusa)