Die Marathon-Frauen - Der lange Lauf zur Gleichberechtigung | Alle multimedialen Inhalte der Deutschen Welle | DW | 19.11.2017
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Die Marathon-Frauen - Der lange Lauf zur Gleichberechtigung

Vor 50 Jahren startete die Amerikanerin Kathrine Switzer als erste Frau bei einem Marathonlauf in Boston. Bis dahin war die Teilnahme für Sportlerinnen verboten. Doch fortan schwor sie sich, für die Gleichstellung zu kämpfen. Eine kuriose Geschichte.

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Die Bilder dieses Vorfalls sind bis heute ein weltweites Symbol für die Gleichstellung der Frauen im Sport. Denn bis dahin war Frauen die Teilnahme am Marathon verboten. Die Gründe waren skurril: Frauen könnten nicht mehr schwanger werden, wenn sie Marathon laufen. Ihnen falle die Gebärmutter heraus. Den Frauen wüchsen Schnurrbärte... Die Amerikanerin Switzer schwor sich nach dem Rennen, fortan für die Gleichberechtigung der Frauen im Marathon zu kämpfen. Ihr Einsatz machte sie zur Ikone der Marathon-Frauen. Etwa zeitgleich bewies in Deutschland der Arzt Ernst van Aaken durch Studien, dass Frauen sogar ausdauerfähiger sind als Männer. Van Aaken veranstaltete in Deutschland die ersten reinen Frauen-Marathons, damals eine kleine Revolution im Sport. Doch erst 1984 führte der Kampf für Gleichberechtigung ans Ziel: Bei den Spielen in Los Angeles war der Frauen-Marathon erstmals olympisch. Autor Ole Zeisler hat mit Zeitzeugen und den Pionierinnen in Deutschland und den USA über den langen Lauf zur Gleichberechtigung gesprochen.