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Aktuell Europa

Die letzte Reise der "Costa Concordia"

Zweieinhalb Jahre nach der Havarie mit 32 Toten hat die letzte Reise der "Costa Concordia" begonnen. Das Schiff wurde endlich auf den Weg nach Genua gebracht.

Der Abtransport der "Costa Concordia" aus dem Hafen der italienischen Insel Giglio hat begonnen. Hunderte Einwohner schauten zu, als das havarierte Kreuzfahrtschiff langsam gedreht wurde. Dann verließ es die Insel. Die 350 Kilometer bis nach Genua soll das 114.500 Tonnen schwere Schiff mit einer Geschwindigkeit von etwa zwei Knoten (3,7 Stundenkilometer) fahren. Dort wird es komplett zerlegt.

"Alles läuft wie geplant. Es ist ein großer Tag für Giglio. Aber erst wenn wir Genua erreichen, können wir wirklich entspannt sein", sagte der südafrikanische Chef des Manövers, Nick Solane. Die Costa Concordia ist zwei Mal so groß wie der "Titanic". Gezogen wird sie von vier großen Schleppern. Zehn Schiffe begleiten den Transport. Der Bereich um das Schiff herum ist währenddessen weiträumig abgesperrt, ebenso der Luftraum.

Winde und Wellen

Am gefährlichsten für das Schiff sind starke Winde und Wellen, denen das Wrack möglicherweise nicht standhalten könnte. Dennoch sind die Experten optimistisch, dass die Costa Concordia auch die letzte Etappe der Bergung gut übersteht.

Im Januar 2012 war das Schiff auf einen Felsen vor der Insel Giglio gestoßen. 32 Menschen kamen bei der Havarie ums Leben, darunter auch zwölf Deutsche. In den vergangenen gut zweieinhalb Jahren war das Schiff in einer bislang einzigartigen Aktion auf den Abtransport vorbereitet worden. Insgesamt soll die Bergung des Kreuzfahrtriesen etwa 1,5 Milliarden Euro kosten.

am/det (dpa, afpf)

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