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Wort der Woche

Die Klatschtante

Eine Klatschtante kommt selten allein. Zusammen macht es viel mehr Spaß, Geheimnisse weiterzuerzählen.

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Die Klatschtante

„Marco ist schwul." „Kollegin X hat mit ihrem verheirateten Chef ein Verhältnis". „Ahmet hat mit seiner Freundin Schluss gemacht." Das sind die Informationen, die das Herz einer Klatschtante höher schlagen lassen. Denn die liebt es, Geheimnisse zu erfahren und diese weiterzuerzählen. Im Deutschen nennt man das umgangssprachlich „klatschen". Ursprünglich bedeutet der Begriff, dass jemand ein Geräusch macht, das wie ein Peitschenknall klingt. Die spezielle Bedeutung entwickelte sich wohl als abschätziger Begriff für Personen, die durch viel Gerede Geräusche produzieren. Denn meist verstehen sich Klatschtanten am besten mit anderen Klatschtanten. Kein Wunder, denn sie können ihr Wissen austauschen. Dabei ist es nicht so wichtig, dass die Geschichten wirklich stimmen. Und Klatschtanten müssen keine Tanten sein. Der Begriff wird zwar üblicherweise für die Schwester des Vaters oder der Mutter verwendet, aber in diesem Fall ist er einfach eine leicht abfällige Bezeichnung. Übrigens: Auch Männer mögen Klatsch und Tratsch. Den Begriff „Klatschonkel" gibt es im Deutschen jedoch nicht.

 

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