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Kultur

Die Jumbo-Aktion

Zwischen Südafrika, Mosambik und Simbabwe entsteht mit deutscher Unterstützung in den nächsten Jahren der größte Naturpark Afrikas. Aus diesem Grund sollen insgesamt 1000 Elefanten von Südafrika nach Mosambik umsiedeln.

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Elefanten im Limpopo-Nationalpark

Sie haben dicke Haut und einen schweren Tritt, wedelnde Ohren - und offensichtlich großes Heimweh. Südafrikas Elefanten-Vorhut bei der Schaffung des grenzüberschreitenden neuen Limpopo-Nationalparks plagt Sehnsucht nach den Weidegründen der alten Heimat. Nachdem sie erst vor wenigen Wochen aufwendig vom Kruger-Nationalpark in Südafrika in das angrenzendes Schutzgebiet "Coutada 16" in Mosambik befördert worden waren, kommen sie nun wieder zurück. "Wir haben Hinweise, dass sich etwa die Hälfte der nach Mosambik geschafften 40 Elefanten wieder in der Nähe der Grenze aufhält", sagt Irma Engelbrecht vom beteiligten Peace Park Board. Das sprichwörtliche Langzeitgedächtnis der Dickhäuter scheint bei der geplanten weltweit einmaligen Umsiedlung von insgesamt 1000 Elefanten nicht recht zu funktionieren.

Schaffung eines Wildtier-Mekkas geplant

Genau darauf hatten Tierschützer aber gesetzt, um einer der ehrgeizigsten multinationalen Naturschutz- und Ökotourismus-Aktionen Afrikas zum Erfolg zu verhelfen. Denn Anfang vergangenen Jahrhunderts, als es noch keine Grenzzäune zwischen Südafrika und Mosambik gab, hatten Elefanten in der Region ihre angestammten Wanderwege. Doch dieses Wissen scheint seit fast 100 Jahren unterbrochen.

Elefanten in Mosambik

Elefanten in Mosambik

Die Umsiedlung der ersten 40 Elefanten stellte den Auftakt für die Schaffung einer Art Super-Kruger-Nationalpark dar, in dem Südafrikas Wildtier-Mekka um angrenzende Gebiete in Mosambik und Simbabwe ergänzt wird. Inklusive angrenzender Schutzgebiete soll das transnationale Naturschutzgebiet mit 100.000 Quadratkilometern einmal so groß wie Portugal werden. Die Verbindung beider Parks unterstützt zudem den Artenschutz in der Region: Zurzeit leben im umzäunten südafrikanischen Kruger-Nationalpark mehr Elefanten, als die vorhandene Vegetation ernähren kann. Der Nationalpark ist überweidet, die Tiere finden nicht ausreichend Nahrung. In der Region Coutada 16 gibt es hingegen eine ökologisch intakte Flora, besonders große Tiere wurden während des Bürgerkriegs in Mosambik jedoch weitgehend ausgerottet.

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