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Kultur

Die IESE in Barcelona: Eine Business School der Extraklasse

Die IESE Business School in Barcelona gilt als eine der besten Europas. Die Studenten zeichnet Leistungswillen und Talent aus. Einer der IESE-Stipendiaten war Miodrag Soric.

Luftbild: Blick auf die IESE Business School in Barcelona, Quelle: IESE

Blick auf die futuristisch anmutende "IESE Business School" in Barcelona

Barcelona, die Hauptstadt Kataloniens, gehört mit ihrer Altstadt, ihren berühmten Kirchen und einem langen Meeresstrand zu den schönsten Metropolen Europas. In einem Villenviertel oberhalb des Stadtzentrums befindet sich das Instituto de Estudios Superiores de la Emprese (IESE). Das IESE gilt als eine der besten Business-Schulen der Welt, wenn man den Bewertungen großer Wirtschaftsblätter wie dem "Wall Street Journal" oder dem "Economist" Glauben schenken darf. Auf europäischer Ebene reiht sich das IESE ein in die Elite-Liga der London Business School oder das International Institute for Management in Lausanne (IMD).

Fortbildungen für Firmen

In den modernen, voll klimatisierten Hörsälen wird in der Regel Englisch gesprochen, in einigen Kursen auch Spanisch. Es sei das internationale Profil der Lehrenden und der Kursteilnehmer, das die IESE ausmache, sagt Marc Sachon, Professor an der Hochschule. Außerdem zeichne sie sich durch eine Ausbildung aus, die "nicht nur auf die Profitliner orientiert ist, sondern auch den Menschen mit einbezieht".

Ein Hörsaal der IESE, Quelle: IESE

Ein Hörsaal der IESE

Das christliche Menschenbild spielt bei allem, was die IESE-Professoren unterrichten, eine wichtige Rolle - und das von Anfang an. Die IESE wurde 1958 gegründet, um zunächst Führungskräfte aus der Wirtschaft weiterzubilden. 1964 führte sie als erste Universität in Europa den zwei Jahre dauernden so genannten MBA-Studiengang ein: den Master of Business Administration. Inzwischen gibt es unterschiedliche Studien- und Fortbildungsgänge auf Englisch und Spanisch, die sich an Vertreter verschiedener Management-Ebenen richten. Neben den Kursen, für die sich jeder bewerben kann, bietet die IESE auch Fortbildungen für Firmen an.

Fallstudien als Unterrichtsbasis

Der Unterricht in kleinen Gruppen ist stets lebendig. Immer geht es um praktische Fragestellungen. Die IESE-Professoren unterrichten mit Hilfe von Fallstudien, von denen täglich mehrere von jedem einzelnen Studenten durchgearbeitet und mit den Kommilitonen besprochen werden. Erst dann diskutiert der Professor mit seinen Schülern darüber, wie ein beschriebenes Problem gelöst werden kann.

Der Student Madhur Srivastava aus Neu Delhi hat diese Unterrichtsform zu schätzen gelernt. "In Indien sagt Dir dein Lehrer: Du musst das so und so machen. Du machst es nicht wirklich selbst", sagt er. "Der ganze Lernprozess ist völlig anders. Man lernt sehr viel hier." Ähnlich sieht es der Doktorant Edward Mungai aus Kenia: "Wenn Du dich mit dem Fall auseinandersetzt, hat das auch Folgen für deine geschäftlichen Entscheidungen."

Finanzierung per Kredit

Das Studium an der IESE kostet Geld. Der jetzige Professor Marc Sachon hatte sich das Studium vor rund zehn Jahren durch einen Kredit finanziert. Madhur Srivastava aus Indien hatte einige Ersparnisse und das Glück, durch die IESE unterstützt zu werden. "Sie haben mir ein Darlehen für die Gebühren gegeben", erklärt er.

Wohin führt den Absolventen ein Abschluss an der IESE? Die meisten werden Manager in einem Unternehmen. Dies plant auch der indische Student Madhur Srivastava. "Mein Interessengebiet waren immer erneuerbare Energien. Als ich hierher kam, wollte ich in diese Richtung gehen", erzählt er. "Ich hatte glücklicherweise die Gelegenheit, mit einer Firma zusammenzuarbeiten, die auf dem Gebiet Windenergie tätig ist." In Indien seien erneuerbare Energien gerade ein großes Thema, der Markt wachse schnell. "Wenn ich Erfahrungen in Europa gesammelt habe, will ich in Indien mein eigenes Unternehmen gründen."

Auch Edward Mungai möchte nach seiner Promotion in die Heimat zurückkehren. Dort will er das erworbene Wissen weitergeben: "Ich will Professor an einer Wirtschaftsschule in Nairobi werden."