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'Die Hunde bellen'

In dieser Woche beschäftigten sich die User vor allem mit dem EU-Gipfel, der Lage in Gaza - und ob Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl den Friedensnobelpreis bekommen sollte.

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EU-Gipfel

Ist es denn so schwierig, eine Stimmenregel zu kalkulieren, die allen gerecht wird? Bis jetzt dachte ich, die Bevölkerungszahl wäre die Gerechteste von allen. Der polnische Präsident macht sich lächerlich mit seinen Ausschweifungen und Herr Blair will nur sein Image schnell noch ein bisschen polieren bevor er geht. Sollten Polen und England nicht lieber richtig nachdenken, ob sie überhaupt Interessen haben, die sie mit den anderen Ländern der EU teilen? Wenn nicht, sollen sie sich doch nicht eingliedern und jedes Land für sich so wie gewohnt weitermachen. Wenn sie später mal ersehen, dass sie doch zu Europa gehören, können sie ja den Antrag stellen und die Bedingungen erfüllen - vielleicht im nächsten Jahrhundert.

Manfred Mertens, Bolivien

Die Argumentation verkennt, dass es neben dem Parlament noch den Ministerrat gibt, der den mittelgroßen und besonders den kleinen Ländern nochmals weit überproportionalen Einfluss sichert. Jede Abweichung von hundertprozentiger Proportionalität im Parlament ist eindeutig undemokratisch. Es ist komplett absurd, wenn der Artikel den polnischen Standpunkt mit "one man one vote" rechtfertigt. Ich frage mich, warum die deutsche Welle sich an die Spitze stellt, solchen Unsinn zu verkünden, noch dazu scheinbar zustimmend.

Michael Dietz, Dänemark

Alles kann und muss man von verschiedenen Seiten betrachten. Sollte es nicht gelingen einen Weg zu gehen, dann müssen wir eben verschiedene Geschwindigkeiten in Kauf nehmen. Ob es danach noch möglich sein wird, einen einmal abgekoppelten Anhänger auf dem Parkplatz der Globalisierung wieder zu finden, erscheint zumindest fraglich. Wem die Vergangenheit mehr Wert ist als die Zukunft, hat schon verloren. Deutschland und Frankreich tun gut daran los zu gehen. Die Hunde bellen noch, doch die Karawane zieht weiter.

Joerg Thiede, Russland

Der Grundkonsens würde sein, wenn Europa mit einer Stimme global und auch regional seine Interessen vertreten könnte. Jedoch sind die unterschiedlichen Standpunkte nicht einfach so auf einen Nenner zu bringen. Dies ist auch sehr positiv zu sehen. Damit wird gewährleistet, dass auch ein detailliertes Problem berücksichtigt würde. Es geht aber auch um eine Wertevermittlung gegenüber den neuen EU-Mitgliedern, deren wirtschaftliche Situation nicht immer die Beste ist. Von Außen betrachtet, ist die EU ein Chaos. Doch geht man tiefer in dieses Geflecht hinein, so erkennt man einen regen, wirtschaftlichen, sozialen Austausch, der die Grundlage für friedliches Miteinander ist. Es geht nicht darum, den maximalen Profit aus einer Sache schlagen zu können. Es geht um Werte, die die Staatengemeinschaft insgesamt harmonisiert. Wichtige Eckpunkte sind Friedenserhaltung, die gegenseitige Wirtschaftsbeziehung bzw. auch -hilfe, Entwicklungshilfe, die umweltfreundliche Energienutzung, aber auch die humanitäre Hilfe im Falle einer Naturkatastrophe. Eine Union, die innenpolitisch im Detail die großen Herausforderungen löst und dadurch die Herausforderungen der globalen Zukunft positiv beeinflusst - dies wäre Sinn und Zweck einer europäischen Union.

Frank Schönemann

Konflikt in Nahost

Ich glaube nicht dass es Sinn macht, Friedenstruppen in den Gaza zu senden, denn diese sollten eine Regierung stützen, die nicht vom Volk gewählt wurde und würde deshalb wieder zu einem Krieg führen, der nicht gewonnen werden kann. Der Westen predigt immer freie Wahlen, aber wehe, das Volk wählt anders als die Amerikaner und Europäer es wünschen, dann wird alles unternommen, diese Regierung abzusetzen. Die Hamas wurde demokratisch gewählt, aber nicht wegen der Gewaltbereitschaft, sondern weil sie weniger korrupt ist als die Fatah und weil sie seit langem versucht Schulen und Spitäler aufzubauen und den Ärmsten zu helfen. Eine Anerkennung dieser Regierung, hätte den Gemäßigten Auftrieb gegeben und sie hätte sich wohl oder übel an die Spielregeln halten müssen. Auch die Fatah war eine Terrororganisation und Arafat bekam sogar den Friedennobelpreis. Dass der demokratisch gewählten Regierung der Geldhahn zugedreht wurde gab den Radikalen Auftrieb und es wird schwer aus dieser verfahrenen Situation einen Ausweg zu finden. Nur eine Anerkennung von Hamas und Fatah, kann zur Stabilisierung führen. Ob dies aber wirklich gewünscht wird ist eine andere Frage.

Rudy Bühlmann, Schweiz

Wir können eigentlich nur froh sein, dass die Anhänger der "Religion des Friedens" wieder einmal ihr wahres Gesicht zeigen. Wenn die Mörder im Namen Allahs keine Juden oder Christen als vermeintlich Ungläubige morden dann bringt man sich eben gegenseitig um. Es hat ja auch eine Fatwah gegen Angehörige der Fatah-Miliz gegeben. Also wenn in Nahost ein paar Mörder zur Hölle fahren ist das kein Grund in Krokodilstränen auszubrechen. Das ist der gelebte Islam jenseits von Schäubles Islamkonferenz. Das Dumme ist nur, dass die Musels irgendwann mit diesem Irrsinn hier auch loslegen werden.

Karsten Schwind

Friedensnobelpreis für Helmut Kohl

Wenn der Begründer der Stiftung Menschen auszeichnen wollte, die unvorhergesehenes zustande gebracht haben und damit das Wohl der Menschheit verbessert haben, so ist Helmut Kohl ohne Zweifel einer dieser Menschen. Ohne seine Vision und Sturheit der Welt sähe die politische Situation heute in der Welt bestimmt schlechter aus.

Abram Born, USA

Ich fände den Friedensnobelpreis an diesen Kohl einen Schlag ins Gesicht aller recht denkenden Menschen. Dieser Mann hat sich mit seinem Verhalten in der Spendenaffäre um jeglichen Ruf gebracht und sich nie dafür entschuldigt. Solch ein Individuum ist des Friedensnobelpreises völlig unwürdig und ich hoffe, dass die schwedische Akademie ihn nicht an den verleiht.

Winfried Brinkmeier

Na klar muss der Ex-Kanzler Kohl den Nobelpreis erhalten. Noch nie hat Europa so lange Frieden gehabt - und dies zu schmieden, war absolut nicht einfach für Ex-Bundeskanzler Kohl. Im vorderen Orient hatte man schon vier Friedensnobelpreise verteilt - und immer ist noch kein Frieden in Aussicht.

Herbert Barkmann, Brasilien