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Sport

Die Hinrunde der Bundesligasaison 2005/2006 - ein Roundup

Die Hälfte ist rum, 17 Spieltage sind absolviert - die Bundesligasaison 2005/2006 macht Winterpause. Und was bleibt hängen von der Hinrunde? Was waren die Aufreger, die Tops und die Flops? DW-WORLD zieht Bilanz.

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Mit 16 Treffern bester Torschütze der Hinrunde: der Bremer Miroslav Klose

Überraschungsteam

Der Hamburger SV schaffte binnen eines Jahres den Sprung von Platz 18 auf einen Champions-League-Rang. Eine Ursache für den Erfolg: der Trainer. Thomas Doll hat mit seiner Mischung aus Begeisterung, Spaß am Spiel, Fußball-Verstand, Disziplin und modernen Trainingsmethoden dafür gesorgt, dass der Klub von der Alster schärfster Bayern-Verfolger ist.

Fussballfans von HSV Hamburg

Tabellenplatz 2 und attraktiver Fußball: Die HSV-Fans haben allen Grund zum Jubeln

Dazu ist dem HSV mit dem Kauf von Rafael van der Vaart ein echter Glückstreffer gelungen. Der für 5,1 Millionen Euro von Ajax Amsterdam verpflichtete Niederländer begeisterte mit Toren ebenso wie mit seiner natürlichen Art.

Herbstmeister

Bereits am 16. Spieltag hatte sich Bayern München den inoffiziellen Titel des "Herbstmeisters" gesichert, und zwar zum 15. Mal in der Vereinsgeschichte. Die 44 Punkte aus 17 Spielen bedeuten zudem die beste Hinrunde eines Bundesligisten in der Geschichte der Liga. Und dies ungeachtet der permanenten Wechselgerüchte um Kapitän Michael Ballack.

Die Tabellenführung zur Winterpause ist ein gutes Omen, denn in 29 von bislang 42 Fällen wurde der Tabellenführer nach der Vorrunde am Saisonende auch deutscher Meister.

Tore

Fußball Bundesliga, FC Bayern München gegen Hannover 96

Bayernspieler beim Torjubel: Die Magath-Elf dominiert die Liga

440 Treffer erzielten die Bundesliga-Profis in der Hinserie - ein Schnitt von 2,88 Toren pro Spiel. Der Rekord stammt mit 569 Toren aus der Spielzeit 1984/85, die Negativmarke mit nur 2,66 Treffern pro Spiel aus der Saison 1989/90.

Mit einem Vorsprung von mindestens drei Treffern auf den Lauterer Halil Altintop, der gegen Wolfsburg dreimal traf, geht der Bremer Miroslav Klose mit 16 Erfolgen als bester Torjäger in die Winterpause.

Platzverweise

Hamburger SV - Hertha BSC Berlin Rot für Marcelinho

Platzverweis: Schiri Markus Merk schickt den Herthaner Marcelinho vom Platz

Gesitteter als im Vorjahr ging es auf den Spielfeldern zu. Die Unparteiischen verhängten mit jeweils 15 Roten und Gelb-Roten Karten sieben Platzverweise weniger als in den ersten 17 Spielen 2004/05.

Mit vier Platzverweisen stellte der VfL Wolfsburg das Team der "bösen Buben", ohne Feldverweis kamen Arminia Bielefeld, Eintracht Frankfurt, Hannover 96, Borussia Mönchengladbach und der FSV Mainz 05 aus.

Trainer

Der Kaiserslauterner Trainer Wolfgang Wolf an der Seitenlinie.

Bei Nürnberg gefeuert, in Kaiserslautern angeheuert: Trainer Wolfgang Wolf

Mit den Beurlaubungen von Uwe Rapolder beim 1. FC Köln und Holger Fach beim VfL Wolfsburg hat die Fußball-Bundesliga nach dem letzten Hinrunden-Spieltag noch eine neue Bestmarke erlebt. Acht Trainerwechsel in einer Hinrunde hat es seit Gründung des Oberhauses 1963 noch nie gegeben.

Der bisherige Rekord stammte aus der Saison 1983/84, als sechs Trainer noch vor dem Jahreswechsel ihren Hut nehmen mussten. Vor Fach, der am Montag (19.12.2005) als 292. Bundesliga-Trainer freigestellt wurde, und Rapolder hatten Klaus Augenthaler (Bayer Leverkusen), Wolfgang Wolf (1. FC Nürnberg), Ewald Lienen (Hannover 96), Michael Henke (1. FC Kaiserslautern), Norbert Meier (MSV Duisburg) und Ralf Rangnick (Schalke 04) vorzeitig ihre Arbeit einstellen müssen.

Fußball-Bundesliga FC Schalke 04 - FSV Mainz 05 der scheidende Schalker Trainer Ralf Rangnick

Ralf Rangnick: ließ sich von den Fans feiern und wurde vorzeitig vor die Tür gesetzt

Einen ganz speziellen Abschied hatte sich Ralf Rangnick für seine Fans ausgedacht. Nach seinem schon angekündigten Weggang zum Saisonende provozierte der Trainer von Schalke 04 seinen Rauswurf, als er nach dem Spiel gegen den FSV Mainz 05 eine Ehrenrunde lief und sich vom Publikum feiern ließ. Prompt war er zwei Tage später nicht mehr Trainer des Vizemeisters. Das Ende eines peinlichen Possenspiels um eine Vertragsverlängerung, über die in der Winterpause verhandelt werden sollte, aber schon seit Wochen öffentlich diskutiert wurde.

Zuschauer

Die Faszination Bundesliga und die Vorfreude auf die WM 2006 trieben die Fans wieder in Scharen in die Stadien. Erstmals in der Geschichte der höchsten deutschen Spielklasse passierten über sechs Millionen Fans in der ersten Halbserie die Stadiontore und bauten den erst im Vorjahr aufgestellten Rekord mit 6.120.662 Besuchern auf einen Schnitt von 40.004 Fans pro Spiel aus.

Trotz der insgesamt mittelmäßigen sportlichen Bilanz bleibt Borussia Dortmund in der Gunst der Zuschauer das Maß aller Dinge. Die Westfalen als Magnet büßten zwar im Vergleich zum Vorjahr 2.200 Besucher pro Spiel ein, waren aber mit 74.863 Fans im Durchschnitt erneut Zuschauerkrösus.

Jahresrückblick 2005 Mai Fussballstadion Allianz Arena

Acht Bundesliga-Heimspiele in der neuen Allianz Arena: allesamt ausverkauft

Den deutlichsten Zuwachs verbuchte allerdings Rekordmeister Bayern München, bei dem jedes der acht Heimspiele in der neuen Arena mit jeweils 66.000 Fans ausverkauft war. Gegenüber der noch im Olympiastation ausgetragenen Hinrunde 2004/05 steigerte die Elf von Trainer Felix Magath ihren Zuspruch um fast 15.000 Zuschauer. Mit Beginn der Rückrunde ist sogar eine Aufstockung auf eine Kapazität von 70.000 Fans geplant. (ms)

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