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Musik

Die Hamburger Elbphilharmonie steht kurz vor der Eröffnung

Nach endlosen Verzögerungen, Kostenexplosionen und Klagen naht endlich der Tag der Eröffnung: Heute beginnt der offizielle Konzertbetrieb im Großen Saal der neuen Hamburger Elbphilharmonie.

Bereits Anfang November vorigen Jahres wurde die Plaza in 37 Meter Höhe zwischen dem historischen Sockel aus Rotbackstein und dem spektakulären neuen Glasbau darüber zugänglich gemacht. Später im Monat nahm das Luxushotel zwischen der 9. und der 19. Etage den Betrieb auf. Pünktlich zu Neujahr weihte dann die Tänzerin Sasha Waltz das Foyer des Kulturzentrums mit einer choreographischen Installation ein. Seit dem 1. Januar werden die Tage und Stunden bis zur endgültigen Eröffnung auf die Westfassade des atemberaubenden Neubaus projiziert.

Die Fertigstellung dauerte sieben Jahre länger als ursprünglich geplant - und es scheint fast so, als ob die Veranstalter diese Zeitspanne so ein wenig länger hinauszögern wollten: Die Vorfreude wächst und wächst.

Alte und neue Musik - und eine Überraschung

Zu den Ehrengästen und Festrednern bei der offiziellen Einweihung am 11. Januar  gehört Bundespräsident Joachim Gauck. Hinzu kommen geladene Gäste, Pressevertreter und 1.000 Konzertbesucher, die ihre Karten per Verlosung erhalten haben. In der Gala erklingen dann Werke von Michael Praetorius, Ludwig van Beethoven, Richard Wagner, Rolf Liebermann und Wolfgang Rihm - aber offensichtlich auch Unerwartetes, da nicht jedes Detail des Programms im Voraus angekündigt wurde.

Es spielt das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Thomas Hengelbrock; 2016 wurde es extra für den neuen Bau umbenannt und verlor seinen alten Namen "NDR- Sinfonieorchester". 

Virtuelles und echtes Konzert

Wer am Mittwoch nicht zu den glücklichen 1000 Konzertkartengewinnern gehört und auch kein Ticket zur Konzertwiederholung am Donnerstag ergattern konnte, kann immerhin virtuell dabei sein: An beiden Abenden bietet Google einen 360-Grad Livestream an. Dadurch kann der User selber entscheiden, was er sehen möchte: Bühne, Ränge, Orgel oder Panorama. Der Livestream läuft am 11. und 12. Januar ab 18.30 Uhr mitteleuropäische Zeit.

Ein noch intensiveres Erlebnis bieten Google Cardboard Brillen, die einen virtuellen Sitzplatz im Großen Saal zur Verfügung stellen. Google und die Elbphilharmonie haben 38.000 Einheiten zur Verfügung gestellt.

Aber natürlich geht es bei einem neuen Konzertsaal in erster Linie um den Klang, und den kann man am besten vor Ort genießen. Für den Ingenieur Yasuhisa Toyota, der für die Akustik verantwortlich zeichnet, wird die Eröffnung des Großen Saals der Elbphilharmonie der entscheidende Moment sein: Denn erst dann wird man wissen, ob alle Messungen und Maßnahmen das versprochene Resultat hergeben.

In der Bildergalerie oben erfahren Sie mehr über die Elbphilharmonie, die Schwierigkeiten beim Bau und ihr Potential als neues Wahrzeichen für die Stadt..

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