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Sport

Die großen Duelle zwischen Italien und Frankreich

Statistisch liegen die Azzurri klar vorne: Bei 32 Länderspielen gegen Frankreich gab es 17 Siege, 8 Unentschieden und 7 Niederlagen. Aber bei den großen Turnieren sah es für die Italiener nicht so gut aus.

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Noch immer ein Idol:
Giuseppe Meazza

Auf der WM-Bühne trafen die transalpinen Nachbarn vier Mal aufeinander. Da steht es Unentschieden (2:2). Das letzte Highlight zwischen den "Blauen" und den "Blauen" gab es im EM-Finale 2000 in Rotterdam. Die großen Duelle zwischen Italien und Frankreich:

WM-Viertelfinale 1938 in Paris - 3:1

Bei der Heim-WM der Franzosen war der später erneut siegreiche Titelverteidiger Italien Endstation für den Gastgeber. Ein gewisser Oscar Heisserer glich im "Stade de Colombes" zwar zum 1:1 aus, doch mit zwei Toren war dann WM-Star Silvio Piola Italiens Matchwinner. An seiner Seite stürmte Giuseppe Meazza, nach dem später das Mailänder San Siro-Stadion benannt wurde. "Azzurri"-Coach war Vittorio Pozzo - ein Journalist. Im Vorfeld des Zweiten Weltkrieges wurde der von Mussolini befohlene "saluto romano" vollzogen - der Faschistengruß, mit dem Lazio-Stürmer Paolo di Canio noch 2005 für Schlagzeilen sorgte.

WM-Vorrunde 1978 in Mar del Plata - 2:1

Auf dem ramponierten Rasen des "Parque Municipal" im argentinischen Badeort sorgte Stürmer Bernard Lacombe mit dem schnellsten französischen WM-Tor nach 37 Sekunden per Kopf auf Flanke des ehemaligen Stuttgarter Bundesliga-Profis Didier Six gegen Dino Zoff für die frühe 1:0-Führung der Mannschaft von Trainer Michel Hidalgo. Paolo Rossi und Renato Zaccarelli drehten dann den Spieß gegen Michel Platini & Co. aber noch um. Es sollte der bis dato letzte italienische Sieg über Frankreich bei einem großen Turnier bleiben.

WM-Achtelfinale 1986 in Mexiko-Stadt - 0:2

Platini und Yannick Stopyra beendeten mit ihren beiden Toren im Olympiastadion der mexikanischen Hauptstadt die Negativ-Serie gegen den Nachbarn. Das Mittelfeld-Prunkstück mit Platini, Jean Tigana, Alain Giresse und Luis Fernandez im Team von Trainer Henri Michel war zu stark für die von "Schweiger" Enzo Bearzot betreuten "Azzurri" um Franco Baresi und Torjäger Alessandro Altobelli. Nach dem Elfmeter-Krimi von Guadalajara gegen Brasilien war dann Deutschland im Halbfinale (0:2) Endstation für die "Bleus".

WM-Viertelfinale 1998 in Paris - 3:4 im Elfmeterschießen

Der am Sonntag wieder im französischen Tor stehende Fabien Barthez, der den entscheidenden Elfmeter von Luigi Di Biagio parierte, war der gefeierte Held vor 77.000 Zuschauern im "Stade de France". Der beim 1:0-Sieg über Paraguay im Achtelfinale rotgesperrte Zinédine Zidane führte die "Equipe tricolore" gegen das Team um Roberto Baggio zum ersten WM-Titel. Damals wie heute dabei: Fabio Cannavaro und Alessandro Del Piero bei Italien, Barthez, Zidane, Lilian Thuram sowie die eingewechselten Thierry Henry und David Trezeguet bei Frankreich.

EM-Finale 2000 in Rotterdam - 1:2 nach "Golden Goal"

Das "Golden Goal" von Trezeguet (103. Minute), der nach der EM zu Juventus Turin wechselte, sorgte im Stadion "De Kuip" für ein Novum: Frankreich war als erstes Team zugleich amtierender Welt- und Europameister. Trainer Roger Lemerre hatte ein glückliches Händchen, als er mit Silvain Wiltord, Davud Trezeguet und Robert Pires ein Trio einwechselte, das an beiden Toren beteiligt war. Wiltord erzwang in der Nachspielzeit die Verlängerung, in der Trezeguet dann auf Zuspiel von Pires traf. Marco Delvecchio war die Führung für das Team von Trainer Dino Zoff gelungen. Von diesem Finale furioso sind am Sonntag noch vier Italiener (Cannavaro, Nesta, Del Piero und Francesco Totti) im Kader. Bei den Franzosen gar noch deren sieben: Barthez, Thuram, Vieira, Zidane, Henry, Wiltord und Trezeguet. (wga)