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Kultur

Die große Flut in Rumänien

Unbeobachtet von der Öffentlichkeit spielt sich seit Tagen in Rumänien eine Naturkatastrophe ab. Erst jetzt wird deutlich, welches Ausmaß der Zerstörung die Fluten dort angerichtet haben.

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Eine Frau in Rumänien steht vor den Trümmern ihres Hauses

In Deutschland der Schweiz und Österreich sieht es so aus, als sei das Schlimmste überstanden: Die Wasserpegel fallen, vielerorts beginnen die Menschen mit dem Aufräumen nach der großen Flut. Entlang der Donau, zum Beispiel in Regensburg oder in Passau, hat die Scheitelwelle der Wasserfluten zwar Schäden angerichtet, aber es hätte noch schlimmer kommen können. Auch hier beginnen die Einwohner der betroffenen Gebiete, aufzuatmen.

Dramatische Situation in Rumänien

Hochwasser in Rumänien - acht Tote

Die Menschen versuchen, ihre Habe in Sicherheit zu bringen.

Während sich die Lage rund um die Alpen langsam normalisiert, spielt sich am Unterlauf der Donau, in Rumänien, bereits seit Tagen eine Flutkatastrophe ab, deren Ausmaße erst jetzt deutlich werden. Bisher, so gaben die rumänischen Behörden bekannt, seien mindestens 32 Menschen bei Überschwemmungen gestorben, die einen Großteil des Landes betreffen. Besonders dramatisch sei die Lage in der transsilvanischen Region Hargita. Innerhalb einer Woche sind hier 14 Menschen in den Fluten ertrunken. Ganze Ortschaften sind von der Außenwelt abgeschnitten. Alleine in der Stadt Sieni sind 1000 Häuser durch die angeschwollenen Flüsse zerstört worden, meldete das rumänische Fernsehen.

Das ganze Land ist betroffen

Verheerende Überschwemmungen in Rumänien

Dammbruch in Rumänien: weite Teile des Landes stehen unter Wasser.

Die Überschwemmungen betreffen auch andere Teile Rumäniens. Sowohl im Süden, als auch in Transsilvanien, im Zentrum des Landes als auch im Nordosten treten Flüsse über die Ufer. Seit 11 Tagen lassen wolkenbruchartige Regenfälle die Wasserstände ansteigen. Mindestens 3000 Häuser seien durch die Fluten bisher insgesamt zerstört worden, Straßen und Tausende Hektar Land lägen unter Wasser.

Harter Sommer für Rumänien

Rumänien kämpft bereits seit Monaten mit schwierigen Witterungsverhältnissen. Vor wenigen Wochen hatten Überschwemmungen in weiten Teilen des Landes zahlreiche Todesopfer gefordert. Mindestens 24 Menschen starben. Der Schaden der Juli-Fluten wurde auf etwa 700 Millionen Euro geschätzt. Wenig später folgte eine Hitzewelle, die weitere 36 Todesopfer forderte. Wie die Schäden der Naturkatastrophen finanziert werden sollen, ist bisher völlig unklar. (cs)

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