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Aktuell Afrika

Die Ghanaer wählen länger

Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Ghana sind unter anderem wegen technischer Probleme um einen Tag verlängert worden - kein Problem für Afrikas demokratisches Musterland.

Nachdem am Freitag in vielen Stimmlokalen technische Probleme - etwa bei der Wählerregistrierung über ihre Fingerabdrücke - oder fehlende Unterlagen eine Abstimmung verhindert hatten, entschied die Wahlkommission, die Wahl an diesem Samstag fortzusetzen.

Trotz der Pannen und langer Warteschlangen vor den Wahllokalen verlief der Urnengang bisher friedlich. Knapp 14 Millionen Bürger sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Ghana gilt als ein demokratischer Musterstaat Afrikas, in dem es schon mehrfach nach Wahlen friedliche Machtwechsel gab.

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Wahlen in Ghana verlängert

Nur zwei Kandidaten mit Siegeschancen

Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen finden inmitten eines Wirtschaftsbooms statt. Von den acht Kandidaten für das Präsidentenamt werden nur Amtsinhaber Dramani Mahama vom Nationalen Demokratischen Kongress (NDC) und Nana Akufo-Addo von der Neuen Patriotischen Partei (NPP) Chancen auf einen Sieg eingeräumt, es könnte allerdings eine Stichwahl erforderlich werden.

Der 54-jährige Mahama hatte das Amt erst im Juli übernommen, nachdem sein plötzlich erkrankter Vorgänger John Atta Mills gestorben war. Ghanas Wirtschaft boomt derzeit auch dank der im Jahr 2010 begonnenen Ölförderung. Mahama möchte die Gewinne für den Ausbau der Infrastruktur verwenden, Akufo-Addo für kostenlose höhere Schulbildung.

sti/ml (dpa, afp)

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