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Lebensart

Die Gewinner der Kulturmarken-Awards 2016

Kultur? Schön und gut, aber sie will auch vermarktet werden. Wer das in Europa besonders gut hinkriegt, hat Chancen auf einen der Kulturmarken-Awards für gelungenes Kulturmanagement. Hier sind die Preisträger 2016.

Eine Marke zu schaffen, einen Namen, der wiedererkannt wird und für etwas steht: Genau das ist wichtig, um ein Museum, ein Theater oder ein Tanzfestival auf dem vielfältigen Kulturmarkt Europas zu behaupten. Die besten Kultur-Marketingstrategien, die kreativsten Investitionsideen im Kulturbereich und die engagiertesten Kulturmanager: Für all das steht die "Aurica", die goldenen Statue der Kulturmarken-Awards, einer der wichtigsten Auszeichnungen im Kultur-Business. In Berlin wurde sie nun bei der "Night of Cultural Brands" in acht Kategorien verliehen. 

Die Statue versinnbildliche die wertvolle Vermittlungsarbeit der europäischen Kulturanbieter und das herausragende Engagement europäischer Kulturinvestoren, so Hans-Conrad Walter von der Causales-Gesellschaft, die den Preis initiiert hat. Aus fast 100 Einreichungen wählte eine Expertenjury, in der auch die DW vertreten war, die Preisträger aus. 

Europäische Kulturmarke des Jahres

Das Kultur- und Kreativzentrum "Dortmunder U" erhielt den Preis in der wichtigsten der Kategorien und konnte sich über die Auszeichnung als europäische Kulturmarke des Jahres freuen. Das Zentrum residiert in den denkmalgeschützten ehemaligen Gär- und Lagerräumen einer Bier-Brauerei am Rande des Dortmunder Stadtzentrums. Insgesamt acht Kulturmarken sind hier versammelt: Neben dem Museum Ostwall und dem Hartware Medienkunstverein gibt es ein Kino und am Wochenende einen Club. 

"Das U ist eine moderne und junge Kulturmarke mit einem unverwechselbaren Corporate Design", so Rolf Rische, Leiter der Hauptabteilung Kultur der DW, in seiner Laudatio. Das "U" stehe für Aufbruch und Zukunft und habe doch Wurzeln in seiner Tradition, die vor 90 Jahren ihren Ursprung genommen habe.

Preise für Kulturtourismus und Kulturinvestment

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Die Kulturmarken-Awards 2016

Den "Preis für Stadtkultur" erhielt das MuseumsQuartier Wien. Als "Europäische Kulturtourismusregion" wurde die GrimmHeimat NordHessen ausgezeichnet. "Europäische Trendmarke" ist das Projekt "Henry" des PODIUM-Festival in Esslingen bei Stuttgart. Die Schweizer UBS AG wurde für ihr Engagement als Kulturinvestor geehrt. Thomas Girst, Leiter Internationales Kulturengagement der BMW-Group ist "Europäischer Kulturmanager des Jahres". Für sein Bildungsprogramm erhielt das Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart ebenfalls eine "Aurica". 

Ehrenpreis für das Lebenswerk

Jürgen Flimm, Intendant der Berliner Staatsoper Unter den Linden, wurde mit einem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Er gehöre zu den maßgeblichen Regisseuren und Intendanten im deutschen Sprachraum, so die Begründung der Jury.

Die Kulturmarken-Awards wurden in diesem Jahr zum elften Mal vergeben. Zu den Preisträgern der Vergangenheit gehören unter anderem Volker Ludwig, der Gründer des Berliner Kinder- und Jugendtheaters GRIPS oder Udo Kittelmann, Direktor der Berliner Nationalgalerie.

Ausgezeichnet wurden außerdem bereits das Musikfestival Young Euro Classic, bei dem die besten Jugend-Symphonieorchester der Welt auftreten, das Projekt RUHR.2010, in dessen Name sich das Ruhrgebiet im Jahr 2010 als Europäische Kulturhauptstadt präsentierte und dasInstitute du Monde Arabe in Paris. Die vom damaligen Staatspräsidenten Valéry Giscard d'Estaing gegründete Institution widmet sich der Förderung des Verständnisses zwischen Frankreich und der arabischen Welt.

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