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Politik

Die Gewalt kehrt nach Bagdad zurück

Eine Serie von Bombenanschlägen mit zahlreichen Toten und Verletzten hat die irakische Hauptstadt Bagdad erschüttert. Betroffen war wieder einmal das schwer bewachte Regierungsviertel.

Polizist vor zerstörtem Auto (Foto: AP)

Irakische Polizisten sichern das Arbeitsministerium

Gesicherte Zahlen über Todesopfer und Verletzte liegen noch nicht vor. In Agenturmeldungen ist von mehr als 100 Toten und fast 200 Verletzten die Rede. Es war das dritte Mal in diesem Jahr, dass Terroristen in der schwer bewachten "Grünen Zone" ein Blutbad anrichteten.

Innerhalb weniger Minuten gingen Bomben in der Nähe des Innenministeriums, der Arbeitsministeriums und eines Gerichtsgebäudes hoch. Im südlichen Stadtteil Dora sprengte sich ein Selbstmordattentäter vor einem College in die Luft. Dabei riss er mindestens 15 Menschen mit in den Tod, zwölf davon waren Studenten.

Warnungen vor mehr Gewalt

Männer vor Fenster (Foto: AP)

Feuerwehrmänner bergen Anschlagsopfer in Bagdad

Im August waren durch eine Anschlagserie im Bagdader Regierungsviertel rund 100 Menschen getötet worden, im Oktober starben 153 Iraker, als fast zeitgleich Bomben neben dem Justizministerium und dem Gebäude des Provinzrates Bomben gezündet worden.

Im vergangenen Monat war die Zahl der Anschläge im Irak zurückgegangen und auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Irak-Krieges im Jahr 2003 gesunken. Experten hatten allerdings vor voreiligen Hoffnungen gewarnt und vorausgesagt, dass die Gewalt im Vorfeld der Parlamentswahl wieder zunehmen würde. Die Wahl soll im Februar stattfinden.

Autor: Gerhard M Friese (dpa, afp, ap, rtr )
Redaktion: Martin Muno