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Politik

"Die ganze Welt kocht vor Wut"

Die Kommentare der arabischen Zeitungen behandeln am Freitag (14.3.03) die fortlaufenden Diskussionen im UN-Sicherheitsrat über die Irak-Frage.

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Die konservative jordanische Zeitung "AD-DUSTUR" schreibt: "Von Tag zu Tag wird die Isolierung der USA auf der Weltbühne größer. Washington verliert immer mehr Verbündete und Unterstützer für seine Kriegspläne. Und die Stimmen der Kriegsgegner werden immer lauter. Millionen von Friedensaktivisten gehen auf die Barrikaden in allen Städten der Welt. Die Länder, die sich für eine friedliche Lösung auf legitimer Basis der Vereinten Nationen entschieden haben, stärken jetzt ihre Position gegen die amerikanischen Hegemonie-Bestrebungen."

Die unabhängige Zeitung "AL-KHALIG" aus den Vereinigten Arabischen Emiraten schreibt, den USA und Großbritannien laufe die Zeit davon: "Der Kriegs-Lärm in den USA und Großbritannien wird lauter. Denn von Tag zu Tag mehren sich die Stimmen, die einen Krieg gegen den Irak ablehnen. Sie bringen die Regierungen von Bush und Blair so in Verlegenheit, dass sie nicht mehr wissen, was sie tun sollen. Bush und Blair bleibt nur, ihre Widersacher zu beschimpfen und zu kritisieren. Doch die Uhr tickt gegen die Interessen von Blair und Bush. Jeden Tag erhöht sich die Zahl der Kriegsgegner. Damit das Dilemma nicht noch größer wird, haben die beiden Politiker laut ihrer Denkweise nur noch eine Wahl - und die heißt: Krieg."

In einem Kommentar mit dem Titel "Demokratie des Tötens" schreibt die regierungsnahe syrische Zeitung "AL-THAWRA": "Die ganze Welt kocht vor Wut. Doch das kann die Administration George Bush nicht überzeugen, auf ihre hartnäckige und ungerechte Politik gegenüber dem Irak und auf ihre Kriegspläne zu verzichten. Diese Politik hat das Ziel, das irakische Volk zu vernichten, die Öl-Reichtümer des Golf-Staates zu erobern und dann die Region neu zu strukturieren. So sieht die Demokratie des Tötens, der Vernichtung, der Unterdrückung, der Versklavung, der Plünderung und des öffentlichen organisierten Terrorismus aus. Und sie ist gegen alle gerichtet, die die Cowboy-Kultur nicht akzeptieren."

Blair unter Druck

Die in London erscheinende überregionale Zeitung "AL-HAYAT" sieht den britischen Premier Blair in einer schwierigen Lage: "Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, wird US-Präsident Bush in den nächsten Tagen den Krieg ohne UN-Befugnis durchführen. Die britische Regierung hingegen befindet sich in einer ernsten Krise, weil Blairs blinde Unterstützung für die Kriegspläne der USA in seiner Partei und in der Öffentlichkeit auf Widerstand stößt."

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  • Datum 14.03.2003
  • Autorin/Autor Ahmed Farouk
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3O93
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